Nr. 03/2012: Halbe Stellen machen keinen Sinn
Bildungspolitikerin Michaele Sojka (DIE LINKE) fordert Minister Christoph Matschie zum Worthalten auf
Michaele Sojka, bildungspolitische Sprecherin der LINKEN im Thüringer Landtag, forderte den Bildungsminister und SPD-Landesvorsitzenden Christoph Matschie auf, sich endlich von der geplanten Hortkommunalisierung zu verabschieden. „Wir bleiben dabei: eine Kommunalisierung der Grundschulhorte ist weder pädagogisch sinnvoll, noch unterstützt dieses Vorhaben die Weiterentwicklung einer inklusiven Thüringer Ganztagsgrundschule“, betonte die Abgeordnete. Sie verwies darauf, dass „nach wie vor und ähnlich wie bei den Kindertagesstätten die Finanzierung nicht abgesichert ist“.
Landkreise, die das Modell der Hortkommunalisierung positiv evaluiert haben, gaben an, dass sie zusätzliches Geld, also mehr als vom Land vorgesehen, dafür aufwenden mussten. Auch daher empfiehlt Michaele Sojka den LINKEN Kommunalvertretern, einer Fortführung dieser Modelle nicht zuzustimmen, denn in den Modellkommunen stehen die Beschlüsse zum „Modell zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule“ über die nächsten vier Jahre bis 2016 an. „Der Bildungsminister muss zu seinem Wort stehen und dafür zu sorgen, dass keine Erzieherin schlechter gestellt wird. Das heißt, dass er keine Fünfzig-Prozent- Verträge mehr schließen darf“, forderte die Abgeordnete und Landratskanidation der LINKEN für das Altenburger Land.
Für ungelernte Angestellte würden halbe Stellen in der Entgeltgruppe E5 gerade einmal 750 Euro Brutto bedeuten. „Das ist skandalös. Wenn das Machnig-Ministerium für gute Arbeit gute Löhne fordert, muss das auch für Matschie gelten!“, bezog sich die Abgeordnete auf Initiativen des Thüringer Wirtschaftsministers Matthias Machnig (SPD). Nicht zuletzt sollte „die Abwahl des Saale-Orla- Landrates, der Vorreiter bei der Umsetzung der Modellhorte war, endlich Anlass zum Nachdenken über einen bildungspolitischen Strategiewechsel in der Grundschulpolitik sein“.
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