Nr. 03/2015, Seite 10: Gäste vom ICAP Havanna begrüßt

Parlamentsreport

Neues kubanisches Investitionsgesetz eröffnet Perspektiven auch für Thüringer Firmen
Ein interessantes und freundschaftliches Gespräch führten am 4. Februar  Vertreter der LINKEN mit der Europa-Direktorin des ICAP, des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft, Gladys E Ayllòn Oliva.

Gemeinsam mit dem beim ICAP in Havanna für Deutschland verantwortlichen Mikel Veloz und zusammen mit Ingeborg Giewald, Thüringer Landessprecherin von Cuba si, nutzten die Gäste die Möglichkeit, über die Arbeit des Freundschaftsinstituts zu berichten und zu den spannenden Entwicklungen in Kuba nähere Informationen zu vermitteln. Dabei verwiesen sie auf die Errungenschaften der kubanischen Revolution mit dem kostenlosen und für alle Menschen im Land sichergestellten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Kultur und Sport. Zunehmend gebe es Verbesserungen in der wirtschaftlichen Situation und neue Perspektiven durch den begonnenen Dialog zwischen Kuba und den USA, dem Auftakt für die Wiederaufnahme bilateraler Beziehungen.

Gladys E Ayllòn Oliva stellte die verschiedenen Besuchsprogramme vor, die das ICAP anbietet, darunter Arbeitsprojekte, besonders im landwirtschaftlichen Bereich, sowie Studienreisen. Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende der LINKEN, die im Jahr 2008 mit einer Parlamentarier-Delegation in der Provinz Guantanamo unterwegs war, erinnerte an die nachhaltigen Eindrücke dieser Reise. Sie stellte die neue politische Situation in Thüringen mit der ersten rot-rot-grünen Landesregierung in der Bundesrepublik und einem LINKEN Ministerpräsidenten vor.

Mit Blick auf stärkere Wirtschaftsbeziehungen, die auch entsprechende Arbeitsplätze bringen z.B. bei Solarunternehmen, bezeichnete Ingeborg Giewald das neue kubanische Investitionsgesetz als eine gute Voraussetzung was die durchaus vorhandenen Interessen von Thüringer Firmen betrifft.

Die kubanischen Gäste hatten am 31. Januar in Essen an der Jahrestagung des seit nun schon 55 Jahren bestehenden Netzwerks Cuba, des Dachverbandes der 46 Solidaritätsgruppen in der Bundesrepublik, teilgenommen.  Nach der Station bei der Linksfraktion im Thüringer Landtag reisten sie nach Bad Salzungen, wo sie von der dortigen Cuba-si-Gruppe empfangen wurden und am Abend eine öffentliche Veranstaltung zu den Veränderungen in Kuba bestritten. Außerdem stand ein Treffen beim Bürgermeister und mit dem Tourismusverantwortlichen der Stadt auf dem Programm.

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