Nachhaltige Unterstützung für Thüringer Tourismus im ländlichen Raum

Der neue Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), Christoph Gösel, folgte Anfang März der Einladung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Gösel präsentierte die zukünftigen Schwerpunkte seiner Arbeit, stellte sich den Fragen der Abgeordneten und nahm das tourismuspolitische Positionspapier der Fraktion entgegen. Knut Korschewsky, tourismuspolitischer Sprecher der Linksfraktion, zeigt sich erfreut über den Besuch von Gösel und erläutert: „Die Diskussion hat gezeigt, dass der Tourismus in Thüringen vor großen Herausforderungen steht. Das Gebot der Stunde ist die Bewältigung der Klimakrise und die Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie. Besonders im ländlichen Raum fehlt es an gemeinsamen verkehrspolitischen Konzepten für touristische Ausflugsziele und gastronomischen Angeboten, um Gäste und deren Aufenthaltsdauer in Thüringen zu stärken.“
Korschewsky gibt sich zuversichtlich und erklärt: „Die Rennrodel- und Biathlon-Weltmeisterschaften haben der Tourismusbranche in Thüringen gut getan und das Erlebnis- und Sportevent Oberhof in seinem ganzen Glanz erstrahlen lassen. Gleichzeitig dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Tourismus muss ökologisch sein. Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist der Tourismus von einer intakten Natur abhängig, deshalb braucht es für die Wintersportregionen in Thüringen ganzjährige Nutzungskonzepte, den Ausbau von öffentlichem Nahverkehr in ländlichen Regionen mit dem ÖPNV, Anruf-Bussen und Sammeltaxen, um Verbindungslücken zu überbrücken.“
Zudem kam es in den letzten Jahren zu Personalmangel in der Gastronomie sowie Schließungen beziehungsweise Betriebsaufgaben von kleinen und mittleren Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben. „Der Personalmangel ist in der ganzen Tourismusbranche ein großes Problem, dem der Freistaat mit entsprechenden Kampagnen und weiterer Anwerbung und Ausbildung von Fachkräften begegnen muss.  
Das Fehlen von Unternehmensnachfolgen aufgrund altersbedingter Schließungen der Betriebe ist vordergründig eine Herausforderung im ländlichen Raum. In Anlehnung an die Meistergründungsprämie im Handwerk ist zu überlegen, die finanzielle Förderung von Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum durch einen sogenannten „Gastrobonus“ in Höhe von 15.000 Euro je Neugründung beziehungsweise Unternehmensnachfolge voranzutreiben“, so der LINKE-Abgeordnete abschließend.

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