Scientists for Future

Offener Brief von LINKE-Abgeordneten an Landespräsidentenkonferenz

Mit einem offenen Brief an die Landespräsidentenkonferenz, einen Zusammenschluss der zehn staatlichen Thüringer Hochschulen, unterstützten Lena Saniye Güngör, Katja Maurer und Christian Schaft, Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, das Anliegen einer Hochschulstreikwoche der Students for Future auch in Thüringen, die in der Zeit vom 25. bis 29. November stattgefunden hatte. „In dieser Krisenzeit sehen wir in der geforderten Public Climate School und dem Hochschulstreik nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine Chance, dass Hochschulen als Labore für nachhaltige Zukunft noch weiter in die Gesellschaft ausstrahlen können“, betonten die Abgeordneten. 
Die Landespolitiker der LINKEN machten deutlich: „Mit Forschungsschwerpunkten, beispielsweise in den Bereichen Green Tech, Energieeffizienz, Speichertechnologien sowie nachhaltiges und klimafreundliches Bauen und Stadtplanung, leisten die Hochschulen bereits einen wichtigen Beitrag. Es ist eine gute Grundlage, um die Hochschulen gemeinsam in der Aktionswoche zu Laboren der Zukunft zu machen.“ 

In dem Brief an die Mitglieder der Thüringer Landespräsidentenkonferenz heißt es u.a.: „Nicht zuletzt sind es die Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich im Geiste von Freiheit und Verantwortung für die Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen leiten lassen und die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung achten sollen und wollen. Und viele Wissenschaftler*innen tun dies bereits. Die Scientists for Future, als ein überinstitutioneller, überparteilicher und interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren, unterstützen das Anliegen vieler insbesondere junger Menschen, die beim Klimastreik am 20.09.19 und wöchentlich Freitag für Freitag auf die Straße gehen, um auf die historisch beispiellose Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise, welche die Menschheit vor globale Herausforderungen stellt, aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln zu bewegen. Es sind Wissenschaftler*innen, die sich in der Pflicht sehen, öffentlich und proaktiv ihre Stimme zu erheben. Und auch die Studierenden erheben ihre Stimme. Motiviert und angetrieben durch die mit Schüler*innenprotesten gestartete Bewegung Fridays for Future sind sie ebenso aktiv geworden, haben Ortsgruppen von Students for Future gegründet. 

Auch die Studierenden sehen sich angesichts der Dramatik der Situation zu einem entschlossenen, außerplanmäßigen Handeln verpflichtet“, schrieben die Abgeordneten.