Kindergärten und Hitze

Parlamentsreport

Wie gehen unsere Kindergärten damit um und wie können sich Kinder und Erzieher:innen vor der akuten Hitze schützen? Für Kleinstkinder ist Hitze belastender als für Erwachsene, weil ihr Körper die Eigentemperatur schlechter halten kann und ein Flüssigkeitsverlust folgenreicher und schneller als bei Erwachsenen eintritt. Wenn man einen Blick in die Arbeitsstättenverordnung wirft, kann festgestellt werden, dass die Arbeitgeber:innen dafür sorgen müssen, dass die Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden müssen, dass Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen möglichst vermieden und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden sollen. Doch richtet sich der Arbeitsschutz eher an ältere Jugendliche und in der Mehrzahl natürlich an Erwachsene. Daher muss man gesondert schauen, was in den Kindergärten gebraucht wird. Kindergärten müssen, gerade in den Räumen, in denen die Kinder schlafen, eine Raumtemperatur unter 26 Grad Celcius haben. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Arbeitgeber Maßnahmen zur Abkühlung ergreifen. Das können zum Beispiel bauliche Dämm-Maßnahmen am Gebäude sein, aber auch Flächenentsiegelung der Außenbereiche. Zusätzlich könnten geeignete Wasserflächen oder Wasserspiele für die Kinder angelegt werden. Das Wichtigste ist, dass der Außenbereich für die Kinder genügend Schattenplätze aufweist und dass genügend Getränke zur Verfügung stehen.

Festzustellen bleibt, im Gegensatz zur Schule erhalten Kindergartenkinder und Erzieher:innen kein Hitzefrei. Der Lernort Kindergarten muss also entsprechende Rahmenbedingungen anbieten – und das nicht zum Wohle unserer Kinder.

 

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