Ganztagsschule ausbauen

Parlamentsreport

Torsten Wolf: Beschäftigungsbedingungen weiter verbessern

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag hatte die Aktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Rande der letzten Landtagssitzung zu den Arbeitsbedingungen der Erzieher*innen an den Thüringer Schulhorten unterstützt und zum Anlass für eine Aktuelle Stunde im Plenum genommen.

Der Freistaat Thüringen hat im Bereich der ganztägigen Bildung und Betreuung an den Grundschulen seit 30 Jahren als einziges Bundesland mit der pädagogischen und organisatorischen Einheit von Grundschule und Hort ein Alleinstellungsmerkmal“, so hatte es Torsten Wolf, Sprecher für Bildungspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag (s. Foto), betont und auf den Bruch durch landespolitische Entscheidungen der CDU im Jahr 2008 verwiesen.

„Mit dem Zurückholen der Horte in den Landesdienst im Jahr 2016 durch Rot-Rot-Grün wurden die Beschäftigungsumfänge der kommunalen Erzieher*innen gesichert und mit jedem Haushalt die Bedingungen für Erzieher*innen kontinuierlich verbessert. Dies führte dazu, dass die Erzieher*innen derzeit durchschnittlich auf 70-Prozent-Stellen arbeiten können. Diesen Weg der Verbesserung wollen wir weiter fortsetzen“, sagte Torsten Wolf und unterstrich: „Auch künftig wollen wir ganztagsschulische Angebote stärken, das heißt konkret, auch das Hortangebot auf die Klassen fünf und sechs zu erweitern. Zusätzlich soll der Beschäftigungsumfang für Erzieher*innen in Richtung 100 Prozent ausgedehnt werden können.“

Der zum Zeitpunkt der Landtagsdebatte am 29. Januar geschäftsführende Thüringer  Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter (LINKE), hatte in seiner Rede ebenfalls den in Thüringen bestehenden Rechtsanspruch betont und gesagt: „Jedes Kind hat den rechtlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Das ist ein Wert an sich und darauf bin ich schon mal stolz. Zweitens – auch darüber haben Rednerinnen und Redner schon gesprochen – haben wir eine zehnstündige Betreuungsmöglichkeit. Das führt zu den geteilten Diensten. Das ist so. Das befriedigt mich nicht und daher muss es Abänderungen geben. Aber allein dass wir, um die Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern zu ermöglichen, diese Ganztagsbetreuung über zehn Stunden ermöglichen, ist ein weiterer Wert, den Thüringen hat.

Und den möchte ich auch nicht aufgeben, meine Damen und Herren. Es hat etwas mit Vereinbarkeit von Privatem und Beruflichem zu tun, es hat etwas damit zu tun, dass Frauen und Männer gleichermaßen und gleichberechtigt einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Das ist ein grundlegender Unterschied zumindest zu dem, was die AfD, aber auch Kollege Tischler von der CDU hier formuliert hat.“

Reden der Abgeordneten und Minister unter: www.thueringen-landtag.de/plenum/protokolle