Fachkräftemangel in Thüringen überwinden.

In Thüringen werden Fachkräfte dringend gebraucht. Da hilft ein Meinungsaustausch zwischen Gewerkschaft und Politik weiter. Der Antrags »Fachkräfteentwicklung in Thüringen: Beschäftigte halten, bilden, fördern« der Thüringer Regierungsfraktionen wurde diskutiert. Um Fachkräfte für Thüringen anzuwerben, sind gute Arbeits- und Lebensbedingungen unerlässlich. Dazu gehören gute Löhne, eine attraktive Arbeitsumwelt und kollegiale, gute Verhältnisse untereinander. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung im Job sind wichtig. Ein Arbeitsklima, das Gesundheit und Kreativität fördert, ist wichtig. Aber auch: Wie  können die Beschäftigten ihre fachlichen und kreativen Fähigkeiten so in die Arbeit einbringen, dass es für alle gut ist? Wer das im Interesse der Fachkräfte beantwortet, wird für Arbeit und Leben in Thüringen interessieren.

Nicht nur kleinen und mittelständischen Betrieben muss geholfen werden, für bessere Vereinbarkeit von Arbeit, Leben, Beruf und Familie zu sorgen. Junge Menschen müssen ihre Rechte kennen und für sie eintreten. Vieles davon ist in der Schule zu vermitteln. Demokratie lernen und leben muss berufliche Mitbestimmung einschließen. Forderungen nach mehr Lohngerechtigkeit, einer echten Angleichung der Löhne und Gehälter an das Westniveau sind wichtig, aber reichen nicht aus: Thüringen muss für gute Arbeit, gute Bildung, sozialen Zusammenhalt stehen.

Die Gewerkschaften betonen,dass die Wirtschaftsförderung des Landes und die Vergabe öffentlicher Aufträge noch stärker auf Tarifbindung achten müssen. Die Menschen in Thüringen müssen im Durchschnitt drei Wochen pro Jahr mehr arbeiten. Sie erhalten trotzdem immer noch 24 Prozent weniger Geld. »Das ist Lohn- und Zeitraub. Diese Ungerechtigkeit muss endlich überwunden werden« sagt die Gewerkschaft. Sie betont, dass »die aktuelle Landesregierung bereits Forderungen und Vorschläge der Gewerkschaften - stärker als ihre Vorgängerregierungen - aufgegriffen und teils bereits umgesetzt haben. Das sind Schritte in die richtige Richtung.«

»Es tut gut zu spüren, wie wir jetzt an einem Strang ziehen. Das ist ein wichtiges Ergebnis von Rot-Rot-Grün. So kommen wir voran« sagt Ina Leukefeld, die arbeitspolitische Sprecherin der LINKEN in der Bewertung des Gesprächs zwischen den Thüringer Regierungsfraktionen und den Gewerkschaften.