Erfolg von Rot-Rot-Grün: Nachteilsausgleich wurde erhöht
Karola Stange kann einen Erfolg verbuchen. Seit Jahren kämpft sie engagiert für die Gleichstellung und Förderung sehbinderter Menschen. Nun ein weiterer wichtiger Schritt: „Ich freue mich sehr, dass nun blinde und sehbehinderte Menschen in Thüringen einen auf 400 Euro erhöhten monatlichen Nachteilsausgleich bekommen“, sagte die behindertenpolitische Sprecherin der Thüringer Linksfraktion.
Am 1. Juli 2018 trat der letzte Schritt der stufenweisen Erhöhung des Blindengeldes von 270 Euro auf 400 Euro in Kraft, die von der rot-rot-grünen Landesregierung durchgesetzt wurde. Das Blindengeld ist eine freiwillige Leistung jedes Bundeslandes und variiert stark. „Mit der Erhöhung steht Thüringen nun deutlich über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer, der bei 363,80 Euro liegt, und an zweiter Stelle nach Mecklenburg-Vorpommern“, betont die LINKE-Politikerin Stange aus Erfurt. Unter den vorherigen CDU-geführten Regierungen gab es erheblich weniger Unterstützung für die Menschen. Die neue Landesregierung aus LINKE, SPD und Grünen entschied 2016 die schrittweise Erhöhung des Betrags auf 400 Euro.
Das Land erfülle damit auch eine Verpflichtung aus der UN-Behindertenrechtskonvention, damit sinnesbehinderte Menschen ihre Grundfreiheiten besser leben und gleichberechtigt in der Gesellschaft mitwirken können. Im Alltag blinder und sehbehinderter Menschen sind spezielle Ausgaben nötig, zum Beispiel um eine Haushaltshilfe zu bezahlen, um Texte in Blindenschrift übertragen zu lassen oder um sich Hilfsmittel anzuschaffen. „Mit der Erhöhung des Landesblindengeldes kann ein umfassender Nachteilsausgleich für diese Ausgaben erreicht werden, um ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben für Blinde und Sehbehinderte zu gewährleisten“, erklärte Stange.
