Abgeordnete waren in der Vorweihnachtszeit in Thüringen unterwegs

Auf den Weg gebracht

Abgeordnete der Thüringer Linksfraktion klingelten in ihren Wahlkreisen an Wohnungstüren, um Nikoläuse zu verschenken und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Wo ihnen der Schuh drückt, das wollten sie vor allem wissen, aber auch darüber informieren, was Rot-Rot-Grün auf den Weg gebracht hat und noch bringen wird.
Immer wieder ging es bei den Gesprächen um Arbeit und Einkommen. Von guter Arbeit muss man auch gut leben können, das ist klar, und da gibt es auch noch einiges zu tun, auch wenn in den Jahren von 2014 bis 2017 der durchschnittliche jährliche Bruttolohn in Thüringen um fast neun Prozent gestiegen ist, während es bundesweit nur knapp sieben Prozent waren.
In der Aktuellen Stunde „Missbrauch von Leiharbeit unterbinden - Hartz IV durch Mindestsicherung
ersetzen“ am 12. Dezember erneuerte die Linksfraktion ihre Forderung, Leiharbeit auf das zurückzuführen, was es war: Nämlich kurzfristige Personalengpässe und Auftragsspitzen abzufedern. Das Zwangssystem Hartz IV müsse endlich durch eine Grundsicherung (ohne Sanktionen) ersetzt werden, die existenzsichernd ist und nicht Armut hervorbringt.
Auch wenn der Anteil der Hartz-IV-Empfänger gesunken ist, sind 77.000 abhängige Bedarfsgemeinschaften immer noch zu viel.
„Oftmals sind es vor allem Frauen in den Dienstleistungsbereichen, zunehmend auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, die zusätzlich zum Lohn mit Hartz IV aufstocken müs¬sen, um über die Runden zu kommen“, sagte die Abgeordnete Ina Leukefeld und forderte die Einführung einer armutsfesten und sanktionsfreien Grundsicherung und Kindergrundsicherung, Abbau der Leiharbeit und Zahlung von Lohnzuschlägen für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sowie die Einführung eines Mindestlohns von 12 Euro. „Wir werden unseren Koalitionspartnern eine Bundesratsinitiative vorschlagen, um gemeinsam diese wichtigen Forderungen einbringen zu können“, so die LINKE-Politikerin.