Entwurf für das neue Thüringer Schulgesetz vorgelegt
Klare Perspektive
Zur Landtagssitzung im Dezember legt die Landesregierung den Entwurf für ein neues Thüringer Schulgesetz vor. Bei der Vorstellung am 27. November hatte Bildungsminister Helmut Holter (LINKE) gesagt: „Wir müssen auf die Herausforderung des bundesweiten Lehrermangels reagieren. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Lösung. Diese Landesregierung stellt so viele neue Lehrerinnen und Lehrer ein wie keine Landesregierung zuvor. Zusätzlich brauchen wir strukturelle Verbesserungen.“
Die Schulgesetznovelle bildet notwendige Schlussfolgerungen aus den Entwicklungen in der Thüringer Bildungslandschaft ab. Sie gibt allen Schulstandorten die Perspektive, sich als eigenständige Schule oder als Teil eines Kooperationsmodells weiter zu profilieren. „Mit diesem Gesetz gibt es für jeden Schulstandort eine klare Zukunftsperspektive“, betonte Helmut Holter.
„Es gibt keinen Grund ängstliche Debatten zu führen. Damit würden wir die dringend benötigten Lehrkräfte nicht gewinnen. Junge Lehrerinnen und Lehrer wollen Sicherheit. Die wollen wir bieten. Es wird kein Schulstandort in Frage gestellt – das sollte auch sonst niemand tun. Gerade im ländlichen Raum sind viele Schulen fest in ihrem Umfeld verankert und vernetzt. Das ist ein positiver Aspekt, mit dem wir bei Lehramtsanwärtern werben wollen.“
„Das Schulgesetz ist das wichtigste rot-rot-grüne Projekt für ein modernes und leistungsfähiges Schulwesen in Thüringen. Es greift viele Fragen auf, die von den Vorgängerregierungen nicht angepackt wurden“, sagte der Bildungspolitiker der Linksfraktion Torsten Wolf und kündigte an, dass das Gesetz nach gründlichen Beratungen im Frühsommer 2019 beschlossen werden soll. Inkrafttreten soll die Gesetzesnovelle im August 2020. (Siehe auch Kommentar von Torsten Wolf auf Seite 2)

