Die Lügen der AfD

Anschlag-Schwindel zeigt, wie die AfD lügt

Steffen Dittes ist empört: „Der Fall um einen erfundenen Anschlag auf einen AfD- Abgeordneten, der sich als offenkundige Autopanne entpuppte, zeigt, wie die Thüringer AfD mit Falschmeldungen, erfundenen Bedrohungsszenarien und böswilligen Verzerrungen Ängste schürt und politisches Kapital auf dem Rücken von Polizeibeamten schlagen will.“ Für den innenpolitischen Sprecher der Linksfraktion ist klar: „Die AfD verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit durch Manipulationsversuche zu täuschen.“

Zum Hintergrund: Ein Mitarbeiter der AfD hatte nach einer Veranstaltung mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten Anton Friesen am Auto gelockerte Radbolzen bemerkt. Die Polizei erklärte zunächst, noch keine Erkenntnisse über die Ursache und ein mögliches Motiv zu haben. Dennoch setzte der AfD-Abgeordnete noch am selben Tag falsche Behauptungen in die Welt. So wurde ein Foto eines zerstörten Autos veröffentlicht. Mit dem Bild sollte offenbar suggeriert werden, dass es einen gefährlichen Unfall in Folge eines Anschlages gegeben habe. Doch das Foto stammte nicht von diesem Auto – es wird seit Jahren von Fotoagenturen als Bild für tödliche Verkehrsunfälle verwendet. Friesen titelte: „Lebensgefährlicher Anschlag auf AfD-Bundestagsabgeordneten“. Auch der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke verkündete theatralisch: „Anti-AfD-Hetze trägt Früchte: Mordversuch auf Thüringer Bundestagsabgeordneten“. Die Beiträge wurden auf Facebook taudende Mal geteilt.

Dittes warnt, die Behauptungen der AfD künftig noch sorgfältiger zu prüfen. Falschmeldungen würden offenbar zum Kern ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zählen. Er wies aber auch darauf hin, dass sich sogar die CDU fragen lassen müsse, ob sie weiter das Geschäft der AfD betreiben und die Ermittlungsarbeit der Polizei diskreditieren wolle. Denn die Konservativen hatten es im Thüringer Landtag ermöglicht, den Antrag der AfD zu dem angeblichen Anschlag auf die Tagesordnung des Innenausschusses zu bringen.