DIE ALTERNATIVE 54

Parlamentsreport

DIE ALTERNATIVE 54

Der Verein Alternative 54 Erfurt e. V. wurde 1995 gegründet. Der Vereinsname leitet sich aus dem Artikel 54 der Thüringer Verfassung ab, in dem der Diätenautomatismus für Thüringer Landtagsabgeordnete festgeschrieben ist. Die Vereinsmitglieder spenden monatlich einen Anteil ihrer Diäten, die zur Förderung wichtiger Initiativen im Freistaat eingesetzt werden. Wir unterstützen soziale Projekte und engagieren uns in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Erziehung. Die Diätenerhöhung eines einzelnen Abgeordneten kommt damit vielen Menschen zugute, fördert das solidarische Miteinander in Thüringen und unterstützt die gesellschaftliche Entwicklung im Freistaat. Die Alternative 54 e. V. hat bis zum 31. August 2023 1.579.115 Euro aus Diätenerhöhungen der Landtagsabgeordneten an gemeinnützige Projekte in Thüringen gespendet.
Mehr über die Projekte und aktuelle Spenden der Mitglieder finden Sie unter: www.die-linke-thl.de/politik/alternative-54/

 

Tiefthaler Kunstfest nun „KulT“

Anfang September feierte Tiefthal bei Erfurt sein erstes KulT-Kulturfestival, und es war ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Kunstfest wird KulT“ wurde ein Wochenende lang eine beeindruckende Vielfalt kultureller Veranstaltungen angeboten. Das Festival lockte Menschen aus Tiefthal, Erfurt und der gesamten Region an und sorgte für ein unvergessliches Erlebnis.
Karola Stange, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE brachte von der Alternative 54 e. V. 400 Euro zur Unterstützung des Festivals mit nach Tiefthal. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie die Gemeinschaft in Tiefthal zusammenkam, um eine neue Ära der Kultur zu begrüßen.  Eigentlich hätte das Kunstfest im September 2022 nach 20 erfolgreichen Jahren enden sollen. Die Organisatoren Helmut und Monika Besser planten aufgrund ihres Alters, die Veranstaltung aufzugeben. Doch als die Nachricht von der möglichen Beendigung des Kunstfestes die Runde machte, entschied sich ein Tiefthaler Ehepaar, die Tradition am Leben zu erhalten. Juliane Kerst und Daniel Stassny gründeten Ende des vergangenen Jahres gemeinsam mit anderen Kunst- und Kulturbegeisterten den KulT-Kulturfestival Tiefthal e. V. und begannen sofort mit den Vorbereitungen für das erste Kulturfestival in ihrem Heimatort.
Das Ergebnis war beeindruckend: Ein Wochenende voller Kultur und schöner Begegnungen, bei dem Menschen jeden Alters zusammenkamen, um Kunst und Kultur zu genießen, miteinander zu reden, zu tanzen, zu singen und eine großartige Zeit zu verbringen. Die Veranstaltungen waren für alle frei zugänglich, und das gesamte Dorf beteiligte sich an diesem beispiellosen Gemeinschaftserlebnis. Das KulT-Kulturfestival Tiefthal bot ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen. Die Künstlerinnen und Künstler stammten sowohl aus Tiefthal als auch aus Erfurt, und private Höfe und Gärten verwandelten sich in Bühnen für ihre Darbietungen. Die Besucherinnen und Besucher konnten bei bestem Wetter Literatur und Improtheater im Dreiseitenhof erleben, Konzerte zwischen Rosen und Sommerflieder genießen, Kunstgalerien unter freiem Himmel bewundern und in der Kirche Acapella-Gesang und Chorgesänge erleben. Am Samstagabend luden französische Chansons und Beatmusik unter jahrhundertealten Bäumen in der Ortsmitte zum Tanzen und Feiern ein. Der Sonntag war ein besonderes Highlight für Kinder und Jugendliche, mit einem vielfältigen Programm, darunter Ergebnisse eines Bandworkshops, sommerliches Kindertheater am Weißbach, Akrobatik und zahlreiche kreative Angebote für jedes Alter.
Das KulT-Kulturfestival Tiefthal wird zweifellos zu einer festen Größe im kulturellen Kalender der Region und verspricht auch in den kommenden Jahren unvergessliche Erlebnisse für alle Kulturbegeisterten. Dank der finanzeillen von Stadt und Land, örtlicher Akteure und Unternehmen und nicht zuletzt auch der Spende der Abgeordneten Stange, waren alle Veranstaltungen kostenlos zugänglich. Das gesamte Programm kann weiterhin auf der Website des Festivals unter www.kult-tiefthal.de  angeschaut werden.

„Damit Gutes gelingt, musst du Gutes tun!“

Der Wahlkreistag im Landkreis Sonneberg des Abgeordneten Knut Korschewsky Ende September bei strahlend blauem Himmel im Landkreis Sonneberg beinhaltete in diesem Jahr drei Stationen. Am Morgen w
urde Korschewsky bereits von den Kindern, Erzieherinnen und einer Vertreterin des AWO Fördervereins „Strolchenträume“ im AWO Kindergarten „Haus der kleinen Strolche“ in Steinheid erwartet. Mit im Gepäck hatte er einen Scheck über 450 Euro aus den Mitteln der „Alternative 54 Erfurt e. V.“ für geeignete Sonnenschutzmaßnahmen auf dem Spielplatz der Kindereinrichtung. Diese sind notwendig, da die schattenspendenden Bäume aufgrund eines Pilzbefalls gefällt werden mussten. Zwei „kleine Strolche“ bedankten sich für die Spende und übergaben dem Landtagsabgeordneten ein wunderschönes Geschenk, welches bereits in seinem Sonneberger Büro einen Platz gefunden hat.
Als zweite Station stand das staatliche regionale Förderzentrum in Sonneberg auf dem Programm. Bereits Ende Januar besuchte der Landtagsabgeordnete diese Einrichtung und übergab einen Scheck über 500 Euro an den Förderverein zur Integrationshilfe e. V. für das Projekt „Grünes Klassenzimmer“. Nach aufschlussreichen Gesprächen im Januar 2023 über die Arbeit des Förderzentrums mit der Schulleiterin Heike Funke und der Lehrerin Frau Bischof wurde dem Landtagsabgeordneten ebenfalls das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ vorgestellt. Neben Spielplatz, Teich und Sportanlage gibt es auch einen Backofen. Durch das „Brotprojekt“ lernen die Kinder verschiedene Brotsorten zu backen. Dabei haben sie natürlich viel Spaß. „Allerdings ist die Abstellmöglichkeit für Möbel, Geschirr und andere Utensilien in die Jahre gekommen und muss dringend ersetzt werden“, betonte die Schulleiterin damals. Korschewsky war sich sicher, dass das Geld aus der „Alternative 54“ so auch einem guten Zweck dient. Voller Stolz wurde ihm nun das Ergebnis vorgestellt.
Durch viel Eigeninitiative des Fördervereins und weiteren Spenden präsentiert sich ein fachmännischer Unterstand neben dem Backofen. Dem Projekt „Vom Korn zum Brot“ steht nun nichts mehr im Wege. Die Kinder sammeln das nötige Holz im Wald, lernen die verschiedenen Getreidearten kennen, welche sie auch selbst mahlen dürfen. Die Vorbereitungen über Sauerteig bis zum Kneten können in der vorhandenen Lernküche stattfinden. Jede Klasse darf zweimal im Jahr am Brotbackprojekt teilnehmen. Ein Highlight ist dabei die selbst gebackene Pizza zum Frühstück. Dies ist möglich, da der Bereich „Hauswirtschaft“ ein fester Bestandteil des Unterrichts an der Förderschule ist. Hier lernen die Förderschüler auch Wäschewaschen, Bügeln, Abwaschen, das Bedienen eines Herdes und vieles mehr. Korschewsky ist sich sicher, dass Förderschulen notwendig sind, damit Kinder auf das spätere Leben so gut wie möglich vorbereitet werden. Das sieht die Schulleiterin ebenso, verweist allerdings darauf, dass es großen Bedarf an entsprechenden Lehrkräften gibt. Als Dankeschön durfte sich der Landtagsabgeordnete über ein selbst gebackenes Brot der Projektschüler freuen. Als letzte Station stand das Sonneberger Rathaus auf dem Programm. Hier fand die feierliche Übergabe des neuen Buches von Günter Sommer „Geschichtliches aus Hönbach - Entwicklung des Ortes“ statt. Neben dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Sonneberg, dem Kreisheimatpfleger und der Leiterin des Deutschen Spielzeugmuseums war auch dem Multivereinsmitglied Siegfried Motschmann zugegen. Das Werk von Günter Sommer gibt einen hervorragenden Überblick in Wort und Bild über die Geschichte Hönbachs, einem Stadtteil von Sonneberg. Korschewsky würdigte die Arbeit des Autors und das große Engagement der zahlreichen Vereine des Sonneberger Ortsteils Hönbach. Das Resümee dieses Wahlkreistages für den Landtagsabgeordneten Knut Korschewsky steht fest: „Damit Gutes gelingt, musst du Gutes tun!“

Bildungsreise nach Auschwitz

Im Namen der Alternative 54 e. V. hat die Abgeordnete Lena Saniye Güngör einen Scheck an die Regelschule Werner Seelenbinder in Apolda übergeben. Schüler:innen der 10. Klassen waren  Mitte September im Zuge eines Schulprojektes zur Bildungsfahrt in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz gereist. Auf der ganzen Welt ist Auschwitz zum Symbol für Terror, Völkermord und den Holocaust geworden. Es wurde 1940 von den Deutschen in den Vororten von Oswiecim, einer polnischen Stadt, die von den Nazis dem Dritten Reich angegliedert wurde, errichtet. Sein Name wurde in Auschwitz geändert, der auch der Name des Konzentrationslagers Auschwitz wurde. Jedes Jahr folgen nun auch viele Schulklassen aus der ganzen Welt dem Bildungsangebot der Gedenkstätte.
So auch die Schülerinnen und Schüler aus der Regelschule Werner Seelenbinder. Sie berichteten der Abgeordneten von ihren Erlebnissen und Eindrücken, welche nun in einer kleinen Ausstellung und einer Broschüre verarbeitet werden sollen. „Solche Bildungsreisen sind so unglaublich wichtig. Über die Reise können junge Menschen mehr über die Verbrechen des Nationalsozialismus erfahren und weiter aufgeklärt werden. Es bietet sich ihnen die Gelegenheit, ihr Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus zu vertiefen. Außerdem kann man auch weitere bildungspolitische Anknüpfpunkte verbinden und die Begegnung mit dem jüdischen Leben heute in Deutschland ermöglichen. So können junge Menschen auf dieser Reise miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen. Deswegen macht es mich sehr glücklich, dass wir das Projekt mit 500 Euro unterstützen konnten. Vielen Dank auch an Lehrerinnen für die Planung und Organisation der Bildungsfahrt“, so Lena Saniye Güngör bei ihrem Besuch vor Ort. Denn es war ebenso eine inhaltliche und emotionale Vorbereitung vor dem Besuch der Gedenkstätte entscheidend.

 

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