Demonstranten forderten die Ausrufung eines Klimanotstandes
Petition und Rebellion
Eine Gruppe von Klima-Demonstranten hatte am 3. Juli nicht nur vor, sondern auch im Landtag für Aufmerksamkeit gesorgt. Von der Besuchertribüne aus forderten sie, mit Plakaten und teilweise ausgezogen, mehr Klimaschutz. Über soziale Netzwerke hatten die Thüringer Ableger der Bewegungen Extinction Rebellion und Fridays For Future zu der Demo mobilisiert und die „Ausrufung eines Klimanotstands“ verlangt.
Steffen Harzer, Sprecher für Energiepolitik und Klimaschutz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, erklärte: „Die LINKE unterstützt ganz klar die Forderungen der Fridays For Future Bewegung. Wir setzen uns für einen umfassenden Klimaschutz ein, dafür, dass Thüringen bis zum Jahr 2040 sich aus erneuerbaren Energien versorgt.
Wir haben zwar heute bereits über 30 Prozent erneuerbaren Strom in der Versorgung in Thüringen, aber knapp 50 Prozent des benötigten Stroms kommt aus Thüringen. Mit dem Klimagesetz, in dem das Ein-Prozent-Ziel für Windenergie, die Umstellung in der Wärmeversorgung auf Erneuerbare und die klimaneutrale Landesverwaltung gesetzlich geregelt ist, konnten wir ein erstes Zeichen setzen. Dazu wurde auch eine Energie- und Klimaschutzstrategie des Freistaates erarbeitet, die es umzusetzen gilt.
Ein Schwerpunkt muss auf den Verkehrssektor gelegt werden. Es geht nicht nur darum, dass wir PKW mit Verbrenner gegen Elektro-Autos tauschen, vielmehr muss ein Umdenken erreicht werden in Punkto ÖPNV- und SPNV-Nutzung, Carsharing und Fahrradfahren, eben in der täglichen Mobilität.
Den Bürgern müssen klar und deutlich Wege aufgezeigt werden, wie eine klimaneutrale Umstellung ihrer eigenen Energieversorgung möglich und machbar ist, auch finanziell. Wir müssen in unserem täglichen Bemühen, die Energiewende zu erreichen und den Klimaschutz fortzuführen, die Bürger mitnehmen und in den Entscheidungsprozessen beteiligen, auch das gehört zu einer erfolgreichen Klimapolitik mit dazu.“
Foto: Aktivisten von Fridays For Furture übergaben am 3. Juli am Rande der Plenarsitzung die Petition „#Klimanotstand auch in Thüringen ausrufen!“ an den Landtag. Im Bild mit den LINKE-Abgeordneten Anja Müller, Marit Wagler, Steffen Harzer und Christian Schaft.

