„Wolfgang-Nossen-Weg“ würdigt die Verdienste, ist Erinnerung und Mahnung zugleich

Steffen Dittes
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„Am 9. Februar 2022 wäre Wolfgang Nossen 91 Jahre alt geworden. Dass ihm zu Ehren nun ein Wolfgang-Nossen-Weg an diesem Tag in Erfurt benannt wird, ist ein weiterer Beitrag, um seine jahrelangen Verdienste zu würdigen, dass jüdisches Leben als Teil unserer Gesellschaft in Thüringen wahrgenommen wird. Es ist aber auch ein wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus der Gegenwart und dass es weiterhin darauf ankommt, für eine tolerante, offene und demokratische Gesellschaft zu streiten“, so Steffen Dittes, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, mit Blick auf die heutige Veranstaltung (10 Uhr) auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Erfurt.

Nach einem Aufruf in der Stadt Erfurt hatte die Straßennamenkommission und der Kulturausschuss die Benennung des bisher namenlosen Weges zum Jüdischen Friedhof beschlossen. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow findet heute die feierliche Benennung statt. Dittes weiter: „Wolfgang Nossen hat sich nicht nur für den Aufbau der Jüdischen Gemeinde eingesetzt und dafür Sorge getragen, dass der Alte Jüdische Friedhof als ‚Haus des Lebens‘ und Erinnerungsstätte erlebbar wurde, sondern auch lange Zeit das religiöse, kulturelle und politische Leben geprägt. Auch mit dem nach ihm benannten Weg wird das ehrende Gedenken weiterhin im Bewusstsein der Menschen erhalten. Ich danke allen, die sich dafür eingesetzt haben.“

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