Solidarität mit den Forderungen der Beschäftigten des Landes und des Universitätsklinikums Jena

Lena Saniye Güngör
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Die Gewerkschaft ver.di fordert die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie über 3000 € für alle Beschäftigten des Landes, nicht nur für die Beamt:innen. Bisher blieben die Gesprächsangebote vonseiten der Gewerkschaft gegenüber des Landes unbeantwortet.

 

Dazu äußert sich die Arbeits- und Gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Lena Saniye Güngör, wie folgt: „Alle Beschäftigten sind von den gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen, Angestellte noch mehr als Beamte. Es ist also nur eine Frage der Gerechtigkeit, dass auch die Angestellten des Landes eine Inflationsausgleichsprämie erhalten. Die Landesregierung sollte hier als Arbeitgeber positiv vorangehen. Wir als Linksfraktion stehen dabei kämpferisch an der Seite der Beschäftigten und wünschen Ihnen viel Erfolg.“

 

Bisher haben über 900 Beschäftigte der Friedrich-Schiller-Universität und Ernst-Abbe-Hochschule Jena diese Forderungen unterschrieben. Heute wurden diese durch eine Delegation vor dem Thüringer Landtag der Landesregierung übergeben. Die Beschäftigten wurden zudem von Kolleg:innen des Universitätsklinikums Jena begleitet, welche die Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf westdeutsches Niveau von gegenwärtig 40 auf 38,5 Stunden fordern. Bisher haben 2100 Beschäftigte diese Forderung unterstützt, außerdem werden diese auch von Kolleginnen und Kollegen aus den Universitätskliniken Rostock und Greifswald unterstützt. Auch 200 Fotos wurden übergeben, die verdeutlichen, welche Aktivitäten mit 1,5 mehr Freizeit pro Stunde möglich wären.

 

Weiter führt Güngör aus: „Die Beschäftigten des UKJ fordern zu Recht endlich eine Angleichung an westdeutsche Verhältnisse. Wir haben dazu auch eine mündliche Anfrage mit dem Titel 7/8106 gestellt, welche die Arbeitszeiten im Thüringer Gesundheitswesen beleuchtet. Diese wird in einer Fragestunde der aktuellen Landtagssitzung aufgerufen. Es ist nicht zu erklären, warum 33 Jahre nach der Wende die Thüringer Kolleg:innen noch immer 1,5 Stunden länger arbeiten müssen und weniger Zeit für die Familie, Freunde und Erholung haben. Das muss endlich ein Ende haben, wir als Linksfraktion erkennen die Forderungen der Beschäftigten nach einer Angleichung der Arbeitszeiten an.“

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