Schlechterstellung von freien Schulen verhindern!

"Jedes Kind und jeder Jugendliche an den Schulen in Thüringen muss dem Land gleich viel wert sein. An der Bildung darf nicht gespart werden, weder bei den staatlichen noch bei den freien Schulen", erklärt die Bildungspolitikerin der Linksfraktion, Michaele Sojka.

"Mit dem neuen Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft wird ein Keil zwischen die staatlichen und freien Schulen getrieben, bei dem eine höchst zweifelhafte Überfinanzierung der staatlichen Schulen als Alibi für die Kürzung von Landesmitteln bei freien Schulen herangezogen wird", empört sich die Bildungsexpertin der LINKEN. Aber nicht nur die Umstellung der Berechnung der Landesmittel für freie Schulen, welche sich in Zukunft nur noch an den notwendigen und nicht mehr an den tatsächlichen Kosten der staatlichen Schulen orientiert, löse berechtigte Proteste aus. Auch sei es nicht hinnehmbar, dass freie Schulen über die nächsten Jahre hinweg im Zuge einer Änderung der Ausführungsverordnung des Gesetzes die Finanzierungsanteile zusätzlich um weitere 5 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus sollen die freien Schulen nun auch für die Lehrerfortbildung und die Durchführung von externen Prüfungen zur Kasse gebeten werden.

"Gerade die SPD, welche noch in der letzten Legislaturperiode lautstark eine den staatlichen Schulen entsprechend hohe Finanzierung der freien Schule gefordert hatte, sieht nun bei den freien Trägern Einsparpotentiale. Dass dies zwangsläufig zu einer Schulgelderhöhung für die Eltern führen wird und freie Schulen gezwungen werden, Abstriche bei der Bezahlung oder bei der Anzahl des pädagogischen Personals zu machen, wird bewusst in Kauf genommen", kritisiert Frau Sojka.

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