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Noch immer keine Beteiligung Thüringer Schulen am EU-Schulobstprogramm

"Bisher ist offensichtlich kein einziger zusätzlicher Apfel an den Thüringer Schulen angekommen", kritisiert Michaele Sojka, Bildungspolitikerin der LINKEN, die unzureichende Umsetzung des EU-Schulobstprogramms in Thüringen.

Seit fast einem Jahr beschäftige sich der Thüringer Landtag auf Antrag der Linksfraktion mit der zusätzlichen Versorgung von Schulen mit Obst und Gemüse unter Nutzung der bereitstehenden EU-Mittel, betont die Abgeordnete und verweist auf den Antrag ihrer Fraktion vom September 2009. "Trotz monatelanger parlamentarischer Diskussion, in der alle Fraktionen die Notwendigkeit eines Schulobstprogramms für Thüringen mehrfach bekundeten, ist bis zum heutigen Tag kein Obst an den Thüringer Grundschulen angekommen", stellt Frau Sojka fest.

In der Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen habe Sozialministerin Taubert eingestehen müssen, dass bisher noch keine Förderrichtlinie beschlossen wurde und den Schulträgern somit keine Regelungen zur Versorgung der Schulen mit Schulobst und deren Finanzierung vorliegen.

Die Bildungspolitikerin der LINKEN spricht von einer skandalösen Verzögerungstaktik, hätte doch das Schulobstprogramm schon längst in Thüringen wirksam sein können. "Nun ist angesichts des schleppende Regierungshandelns zu befürchten, dass es auch in diesem Schulhalbjahr keine Schulobstversorgung in Thüringen geben wird, bereitstehende EU-Mittel auch weiterhin nicht abgerufen werden", so Michaele Sojka abschließend.

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