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Nichtkommunalisierte Horte bluten weiter aus

Angesichts aktueller Diskussionen zur Zukunft der kommunalisierten Horte in Thüringen erklärt Michaele Sojka: „Es stellt sich nicht nur die Frage, wie es mit den kommunalisierten Horten weiter geht. Die nichtkommunalisierten Horte wurden bereits unter CDU-Alleinregierung systematisch schlechter gestellt, und daran hat sich bis heute nichts geändert.“

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion verweist auf die Situation an den Geraer Schulhorten. Sie seien „trauriges Beispiel“ dafür, dass es keine Entspannung der seit Jahren bestehenden kritischen Personalsituation gibt. 84 Prozent der Grundschüler in Gera, das sind 2100 Schüler, besuchen den Hort. „Zulauf und Bedarf sind groß, aber das Land ist nicht bereit, den entstehenden Mehrbedarf an Erzieherinnen in den Horten zu decken“, so die Abgeordnete weiter. 378 Personalstunden pro Woche fehlen an den Grundschulen allein in Gera, eine Stadt, die sich dem Kommunalisierungsmodell des Hortpersonals nicht angeschlossen hat.

Die Abgeordnete kritisiert, dass das Land, in dessen Verantwortung auch das Personal an den Grundschulhorten liegt, „jetzt versucht, den notwendigerweise abzusichernden Personalschlüssel so zu bestimmen, dass zumindest auf dem Papier kein Personalmangel entsteht“. In einer Mündlichen Anfrage, die der Bildungsminister in der Plenarsitzung des Landtags nächste Woche beantworte muss, will Frau Sojka Auskunft über den andauernden Personalmangel an den Horten. Auch soll der Minister Stellung beziehen, auf welcher Basis das Personal an den Horten verbindlich zu organisieren ist. Und natürlich interessiert die Abgeordnete vor allem, durch welche Maßnahmen das Bildungsministerium dem andauernden Personalmangel nicht nur an den Horten in Gera bisher entgegengewirkt hat und in Zukunft entgegenwirken wird.

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