Gefragtes Schulobstprogramm braucht entsprechende Förderung

Die entgeltfreie Bereitstellung von Schulobst an den Grundschulen bezeichnet Michaele Sojka auch im Sinne von „Links wirkt!“ als einen vollen Erfolg. „Immer mehr Thüringer Schulen wollen sich beteiligen, allerdings wird diese erfreuliche Entwicklung nicht im erforderlichen Umfang von der Landesregierung gefördert“, kritisiert die Bildungspolitikerin der LINKEN die Umsetzung des EU-Schulobstprogramms in Thüringen.

Auf Antrag der Linksfraktion beschäftige sich der Thüringer Landtag seit fast zwei Jahren mit der zusätzlichen Versorgung von Schulen mit Obst und Gemüse unter Nutzung der bereitstehenden EU-Mittel, sagt die Abgeordnete und verweist auf den Antrag ihrer Fraktion vom September 2009. Nach fast einjähriger Verzögerung durch die Landesregierung ist die Bereitstellung von entgeltfreiem Schulobst an Grundschulen im vergangenen Jahr in 234 von insgesamt 462 Grund- und Förderschulen eingeführt worden. Das Land hat dabei durch Nutzung des EU-Schulobstprogramms mit ca. 200.000 Euro gerade einmal 25 Prozent der Gesamtsumme getragen.

Die wachsende Nachfrage, resultierend aus steigenden Schülerzahlen an den Grundschulen und immer mehr Schulen, die sich beteiligen wollen, ist erfreulich. Mit 40.000 Grund- und Förderschülern wären es zu Beginn des neuen Schuljahres ca. die Hälfte dieser Schüler, die mit zusätzlichem Schulobst versorgt werden. Allerdings stehen dafür die Landesmittel nicht im entsprechenden Umfang bereit, so dass entweder nicht alle Anträge bewilligt oder die Eltern an der Finanzierung mitbeteiligt werden. „Damit rückt das Ziel, alle Grund- und Förderschüler entgeltfrei mit zusätzlichem Schulobst zu versorgen, in unerreichbare Ferne“, warnt die Landespolitikerin. „Einerseits bejubelt die Landesregierung den unerwarteten Erfolg des Schulobstprogramms und betont die positiven Auswirkungen, die eine gesunde Ernährung für die Schüler hat. Andererseits ist dieselbe Landesregierung nicht bereit, für den weiteren Erfolg die notwendigen Landesmittel bereit zu stellen.“

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