DIE LINKE: Ehrenamtscard allein reicht nicht aus
Im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden Fachtagung der Thüringer Ehrenamtsstiftung erklärt Jörg Kubitzki, sozialpolitischer Sprecher der LINKEN im Thüringer Landtag: "Unser Dank gilt allen, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie leisten einen großen Beitrag für eine menschliche Gesellschaft."
Wenn die neue Thüringer Sozialministerin Frau Taubert das "Ehrenamt als das Rückgrat einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft" bezeichnet, sei das "die eine Seite der Medaille, politische Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, die andere Seite", so der Sozialpolitiker der LINKEN. "Lippenbekenntnisse hat das Ehrenamt genug gehört. Eine Ehrenamtsstiftung, die eine Ehrenamtscard vergibt, reicht bei weitem nicht aus", fügt Herr Kubitzki hinzu. Die LINKE fordert unter anderem, dass ehrenamtlich Tätige bei Qualifizierungen für ihre ehrenamtliche Arbeit eine bezahlte Freistellung erhalten. "Wer sich ehrenamtlich engagiert, der darf nicht noch draufzahlen und auf seinen Auslagen sitzen bleiben", unterstreicht Kubitzki. Deshalb arbeitet die Linksfraktion an einem Ehrenamtsgesetz für Thüringen. "Hoffentlich will die Ministerin mit ihrer Absicht, mehr Ehrenamt zu schaffen, nicht weiter staatliche Aufgaben auf das Ehrenamt abschieben", bemerkt der Parlamentarier abschließend.
