Bioprodukte, regional erzeugte Lebensmittel und fair gehandelte Waren sind Markenzeichen!
"Die Übernahme der mittelständischen Supermarktkette Tegut durch den Schweizer Riesenkonzern Migros zeigt, dass im Lebensmittelmarkt die Konzentration unvermindert weiter geht. Diese kann den Verkauf regionaler Produkte in Thüringen schwächen", kommentiert Johanna Scheringer-Wright, Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, den Verkauf der Tegut-Märkte.
Die Supermarktkette Tegut zeichnete sich dadurch aus, dass sie in ihren Märkten in Hessen und Thüringen verstärkt Bioprodukte, regional erzeugte Lebensmittel und fair gehandelte Waren im Sortiment hatte. Obwohl der Schweizer Handelskonzern Migros bekannt dafür sei, eine ähnliche Verkaufsstrategie wie Tegut vorzuhalten, stehe zu befürchten, dass regional erzeugte Nahrungsmittel, vor allem regional erzeugte Bioprodukte, aus dem Sortiment zurückgehen werden. In Thüringen werden nur 4,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche nach ökologischen Anbaurichtlinien bewirtschaftet. Daher sind die meisten Bioprodukte in den Supermärkten in Thüringen aus anderen Bundesländern oder Staaten. "Diese Situation verschärft sich, wenn große Konzerne kleinere Ketten übernehmen, da diese ihre Waren, ob ökologisch oder konventionell, dort einkaufen, wo sie die günstigsten Konditionen aushandeln können. Um regionale Wertschöpfung zu erhalten und Umwelt und Klima zu schützen, ist aber eine stärkere Regionalisierung des Lebensmittelhandels dringend geboten", so Frau Dr. Scheringer-Wright abschließend.
