Bewährte Regelung der Alt-Medikamentenabgabe wieder einführen

Eine landesweite Aufklärungskampagne zum Umgang mit der fachgerechten Entsorgung von Arzneimitteln, fordert der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Jörg Kubitzki, nachdem seit dem vergangenen Jahr Apotheken nicht mehr verpflichtet sind, alte Medikamente entgegenzunehmen.

Die bewährte Regelung gebe es seit Mitte 2009 nicht mehr, da der Vertrag zwischen dem Apothekerverband und dem Entsorgungsunternehmen Vfw Remedica auslief. "Das führt jetzt zu großen Verunsicherungen bei den Menschen, wie sie mit ihren alten Medikamenten umgehen sollen", so Kubitzki weiter. Die Entsorgung von Medikamenten in den Hausmüll könne - entgegen anders lautenden Informationsmaterialien - wohl kaum der richtige Weg sein. Der Abgeordnete verweist auf immer stärkere Indizien dafür, dass Arzneimittelrückstände über verschiedene Wege ins Grundwasser gelangen und zu einer immer größeren Belastung für Mensch und Umwelt werden.

Kubitzki wundert sich in diesem Zusammenhang über den Aufklärungsflyer des Thüringer Umweltministeriums, "der den Menschen suggeriert, dass Medikamente noch bei den Apotheken abgegeben werden können". Die Landesregierung müsse sachlich richtig aufklären und sich vor allem dafür einsetzen, dass die bewährte alte Regelung der Abgabe in Apotheken mit entsprechender Finanzierung wieder eingeführt wird.

"Wenn gesetzlich geregelt ist, dass Elektroschrott durch die Hersteller kostenlos zurückgenommen wird, so muss auch gesetzlich geregelt sein, dass die Hersteller von Arzneimitteln diese kostenlos entsorgen", betont der LINKE-Gesundheitspolitiker abschließend.

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