Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung
„Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung, das ist unbestreitbar“, unterstreicht Karola Stange, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am morgigen Sonntag.
Der brutale Eingriff, der häufig mit schweren lebenslangen gesundheitlichen Folgen einhergeht, ist seit 2013 in Deutschland ein Straftatbestand. In Deutschland sind laut der NGO Terre des Femmes mehr als 20.000 Mädchen gefährdet, weltweit sind es laut WHO etwa 4 Millionen Mädchen und Frauen.
„Wir wollen in Thüringen Beratungsangebote auf den Weg bringen, die Aufklärungsarbeit bieten und eine sichere Anlaufstelle für gefährdete und betroffene Mädchen und Frauen sind. Darüber hinaus fordern wir die Bundesregierung auf, dass das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung u.a. in der Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten, Hebammen, im Bereich der Pädagogik und Erziehungswissenschaften sowie der Polizei und der Justiz berücksichtigt wird“, so Stange.

