Girls‘ und Boys‘ Day 2022: Geschlechterungleichheiten in der Berufswelt angehen

Lena Saniye Güngör, Karola Stange
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Unter dem Motto „Es zählt, was du willst“ findet am morgigen Donnerstag der diesjährige „Girls' Day & Boys' Day“ statt, an dem Schüler:innen Einblick in die vielfältigen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten nehmen können. Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, erklärt: „Der Girls'- & Boys' Day ist eine gute Chance für Schüler:innen, sich über eine ganze Reihe von Berufen informieren zu können. Für Unternehmen und ihre Fachkräfteentwicklung dient dieser Tag dazu, Schüler:innen für ihre Berufsangebote zu begeistern und potenzielle Auszubildende kennenzulernen.“

Die sozial- und gleichstellungspolitische Sprecherin, Karola Stange, ergänzt: „Mit dem „Girls' Day & Boys' Day“ soll vor allem die Gleichberechtigung von Frauen und Männern unterstützt werden. Die Wahl des Berufes, der Ausbildung oder des Studiengangs darf nicht von Klischees und Geschlechtszuschreibungen bestimmt werden. Vielmehr sollen Interessen, Leidenschaft und Begeisterung bei der Entscheidung über den zukünftigen Beruf im Vordergrund stehen.“

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt fordern Stange und Güngör: „Die Arbeitswelt ist leider immer noch geprägt von Geschlechterstereotypen, die mit Ungleichheiten hinsichtlich der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen einhergehen. Deshalb machen wir uns dafür stark, dass es nicht nur eine Loslösung der Geschlechtszuschreibung bestimmter Berufsgruppen braucht, sondern auch die Aufwertung von Berufen, vor allem auch im Pflegebereich, durch mehr Gehalt, allgemeinverbindliche Tarifverträge und bessere Arbeitsbedingungen.“

Auch die Fraktion DIE LINKE hat zum diesjährigen Girls‘- und Boys‘ Day interessierte Schüler:innen aus der Otto Lilienthal Gemeinschaftsschule in Erfurt in die Fraktionsräume eingeladen, um Schüler*innen über das Tätigkeitsfeld von Abgeordneten zu informieren und Fragen zu den Aufgaben von Politiker:innen zu beantworten.

Mit Blick auf den Thüringer Landtag konstatiert Lena Saniye Güngör: „Auch die Parlamente in Deutschland sind noch immer männerdominiert. In Thüringen sind nur 29 der 90 Abgeordneten Frauen, das sind gerade einmal ein Drittel aller Abgeordneten. Auch im Bundestag ist die Situation nicht anders: Hier sind ebenfalls nur fast 35 Prozent der Abgeordneten Frauen. Wir als Linke setzten uns deshalb weiterhin für eine paritätische Besetzung der Listen ein.“

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