Equal Care Day – endlich Anerkennung für Sorgearbeit

Karola Stange, Ralf Plötner
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Anlässlich des Equal Care Days äußert sich Karola Stange, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gleichstellungs- und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, wie folgt:

„Mit dem Equal Care Day richten wir den Blick auf dieses gesellschaftliche Missverhältnis: Sorgearbeit ist wesentlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für das Funktionieren der Familie findet in unsere Gesellschaft noch immer kaum Anerkennung und wird zu häufig für selbstverständlich angesehen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank ausrichten und sagen: Wir brauchen endlich eine gerechte Anerkennung der Sorgearbeit in Deutschland.“

Noch immer sind es vor allem Frauen, die den Großteil der bezahlten als auch unbezahlten Sorgearbeit übernehmen, informiert Stange und führt weiter aus: „Seit 2016 der Equal Care Day ins Leben gerufen wurde, ist uns bekannt, dass es zum Großteil Frauen sind, die unbezahlte Sorgearbeit leisten. Und dennoch hat sich auch nach über 7 Jahren nichts geändert. Das ist kein hinnehmbarer Zustand. Wir fordern: Endlich eine angemessene Verteilung der bezahlten und unbezahlten Sorgearbeit und eine ausreichende finanzielle Entlohnung für die bezahlte Sorgearbeit!“

 

Dazu ergänzend äußert sich Ralf Plötner, gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag, wie folgt:

„Auch im Bereich der Pflege zeigt sich, dass das Verhältnis von Frauen und Männern sehr unausgeglichen ist. 4 von 5 Pflegekräften sind Frauen und dazu kommt, dass das Armutsrisiko viel höher liegt, da für Frauen weniger Aufstiegsmöglichkeiten bestehen und der Anteil von Teilzeitbeschäftigung bei Frauen sehr hoch ist. Auch im Bereich der häuslichen Pflege sind es vor allem Frauen, die ihre Angehörigen pflegen und unterstützen. Oft zum Nachteil im Beruf und Privatleben. Um diesen Zustand endlich zu überwinden, braucht es eine viel größere Bereitschaft von Männern im Bereich der Pflege zu arbeiten und sich mehr in die häusliche Sorgearbeit einzubringen. Nicht nur am Equal Care Day, sondern das ganze Jahr.“

 

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