DIE LINKE kritisiert massive Kürzung bei der Erwachsenenbildung
Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Michaele Sojka, hat die vorgesehenen Kürzungen im Bereich der Erwachsenenbildung scharf kritisiert.
Allein den Thüringer Volkshochschulen sollen nach dem Willen der CDU-SPD-Regierung ca. 300.000 Euro gestrichen werden. Die Mittel für das Nachholen von Schulabschlüssen würden mit 100.000 Euro um ein Drittel gekürzt.
Michaele Sojka erklärt: "Mit der Kürzung der Mittel für die Fort- und Weiterbildung von Erwachsenen im Landeshaushalt 2011 um 808.000 Euro werden die katastrophalen Bedingungen wiederhergestellt, unter denen die Thüringer Erwachsenenbildung unter der CDU-Alleinregierung Althaus seit 2005 zu leiden hatte. Trotz des Protests von LINKE und SPD wurden im Verlaufe der CDU-Alleinregierung in Thüringen die Landesmittel für die Erwachsenenbildung nahezu halbiert. Nun wird abermals eine Kürzungsorgie, nun unter einem SPD-Bildungsminister, vollzogen."
Die Volkshochschulen und alle Freien Träger der Erwachsenenbildung sicherten bereits heute mit knappsten Mitteln und unter angespannten Arbeitsverhältnissen der dort Beschäftigten und den vielen Honorarkräften seit Jahren ein wichtiges und unverzichtbares Bildungsangebot. "Aber wie sollen sie unter diesen Bedingungen ein bedarfsorientiertes und für Teilnehmer bezahlbares Angebot auch weiterhin aufrecht erhalten?", fragt die Bildungspolitikerin der Linksfraktion. Sie verweist darauf, dass der so oft bemühte Appell von der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens angesichts der unzureichenden und nun weiter zusammengestrichenen Landesmittel "immer mehr zu einer hohlen Phrase verkommt".
