Bedarf in Kindergärten vorhanden – Modellprojekt wird fortgeführt

Daniel Reinhardt
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Pünktlich zum Kindertag wird das Modell-Projekt "Vielfalt vor Ort begegnen - professioneller Umgang mit Heterogenität in Kindertageseinrichtungen“ in 78 Thüringer Kindergärten ab dem 01. Juni 2023 fortgeführt.

„Über die nun durch Thüringen gesicherte Finanzierung des Projektes sind wir sehr erleichtert und bedanken uns bei Bildungsminister Helmut Holter für seinen Einsatz. Die Arbeit der Fachkräfte in diesem Programm ist ein wichtiger Beitrag, damit Kinder sozial integriert sowie gefördert werden und in eine gute Zukunft starten können. Die 78 Kindergärten, welche am Projekt beteiligt waren und sind, haben nun einen Bescheid über einen vorzeitigen Maßnahmebeginn erhalten, so Daniel Reinhardt, Sprecher für frühkindliche Bildung der Linksfraktion im Thüringer Landtag.

„In Thüringen werden 78 Kindertageseinrichtungen mit besonderen Aufgaben im Rahmen des Landesprogramms „Vielfalt vor Ort begegnen“ durch zusätzliche Ressourcen sowie Fachberatung unterstützt. Zudem werden Weiterbildung und wissenschaftliche Begleitung sichergestellt. Lediglich zwei Einrichtungen sehen davon ab, dass Projekt fortzuführen. Das zeigt einerseits, wie gut die Arbeit vor Ort eingeschätzt wird und auf der anderen Seite zeigt es auf, welcher besondere Bedarf der Pädagogen vor Ort besteht, um Herausforderungen zu begegnen. Ein Mehr an Ressourcen wird benötigt, um den diesen Herausforderungen professionell und kindgerecht zu begegnen. Mit dem bestehenden Thüringer Personalschlüssel in Kindergärten  ist das vielerorts kaum mehr leistbar, insbesondere in sozioökonomischen Schwerpunktgebieten. Was auch der hohe Kranken- und Belastungstand meiner Kollegen aufzeigt“, meint Reinhardt, welcher selbst Jahre als Erzieher und Kindergartenleiter arbeitete.

„Bedauerlich ist, dass der Bund bei solch hervorragend und dringend benötigten Projekten aus der Finanzierung aussteigt und der Freistaat Thüringen in die Bresche springen muss. Der Bedarf ist vorhanden - die Herausforderungen vor Ort sind groß“, schließt der Landtagsabgeordnete. 

 

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