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von Susanne Hennig-Wellsow

 

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#15 - Mut, Hoffnung, Neugierde

Liebe*r Leser*in,

 

ich melde mich nach einigen Tagen Auszeit zurück und hoffe, du bist bisher gut durch die Ferienzeit gekommen. Von einer Sommerpause kann man in diesem Jahr ja kaum sprechen: Die Corona-Pandemie hält uns alle auf Trab und macht angesichts wieder steigender Infektionszahlen neue Sorgen. Das berühmte »Sommerloch« ist auch ausgefallen. Hier in Thüringen arbeiten wir unter anderem engagiert an einem Haushalt für das kommende Jahr und an unseren Ideen für ein sozial-ökologisches Konjunkturprogramm.

 

Hinzu kommt die Bundespolitik, in der die Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der SPD viele Diskussionen entfacht und manches in Bewegung gebracht hat. Das sind Debatten, die uns hier in Thüringen natürlich ebenso interessieren. Immerhin geht es dabei auch um die Möglichkeiten und Chancen eines progressiven Bündnisses auf Bundesebene im kommenden Herbst. Ich jedenfalls verfolge die Diskussionen über Grün-Rot-Rot mit großem Interesse. Und na klar: Ich hoffe, dass es diesmal nicht nur bei Debatten bleibt.

Liebe*r Leser*in,

ich melde mich nach einigen Tagen Auszeit zurück und hoffe, du bist bisher gut durch die Ferienzeit gekommen. Von einer Sommerpause kann man in diesem Jahr  ja kaum sprechen: Die Corona-Pandemie hält uns alle auf Trab und macht angesichts wieder steigender Infektionszahlen neue Sorgen. Das berühmte »Sommerloch« ist auch ausgefallen. Hier in Thüringen arbeiten wir unter anderem engagiert an einem Haushalt für das kommende Jahr und an unseren Ideen für ein sozial-ökologisches Konjunkturprogramm.

Hinzu kommt die Bundespolitik, in der die Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der SPD viele Diskussionen entfacht und manches in Bewegung gebracht hat. Das sind Debatten, die uns hier in Thüringen natürlich ebenso interessieren. Immerhin geht es dabei auch um die Möglichkeiten und Chancen eines progressiven Bündnisses auf Bundesebene im kommenden Herbst. Ich jedenfalls verfolge die Diskussionen über Grün-Rot-Rot mit großem Interesse. Und na klar: Ich hoffe, dass es diesmal nicht nur bei Debatten bleibt.

Die Corona-Krise zeigt uns nochmal besonders deutlich, was in unserer Gesellschaft, an unserer Art zu leben, zu produzieren und zu verteilen, falsch läuft. Wie kann es sein, dass viele Menschen in einem reichen Land durch eine Pandemie an den sozialen und ökonomischen Abgrund gedrängt werden? Wann endlich wird begriffen, dass »die Märkte« alles mögliche tun, aber die gesellschaftlich wirklich wichtigen Bedarfe eben nicht »regeln« können? Warum erhalten Menschen in Berufen, die nun endlich als »systemrelevant« anerkannt werden, immer noch so wenig Gehalt?

Ich könnte die Liste hier noch verlängern, aber du weißt, was ich meine. Es gibt also genügend Gründe, für Veränderungen in eine soziale, ökologische, solidarische Richtung auch auf Bundesebene einzutreten. Dass so etwas kein Spaziergang werden würde, ist richtig. Dass es Hürden gibt, bei anderen wie bei uns, dass es nicht nur um arithmetische Mehrheiten, sondern auch um gesellschaftliche geht, stimmt ebenso.

Regieren ist kein Selbstzweck, natürlich nicht. Das wissen wir hier in Thüringen aus inzwischen fast sechsjähriger Erfahrung. Regieren ist aber eine Möglichkeit, zu gestalten, wichtige Schritte der Verbesserung zu gehen, sich auch praktisch auf den langen Weg der Veränderung zu machen. Dazu braucht es Mut, dazu braucht es Hoffnung, und es braucht die fröhliche Neugierde darauf, dass Politik wirklich anders gemacht werden kann.

In den Diskussionen über Grün-Rot-Rot auf Bundesebene wird gern mit dem Finger auf die potenziellen Partner*innen gezeigt und es werden lange Vorträge darüber gehalten, was diese oder jene Partei noch alles an sich zu ändern hat. Kann man machen… Ich aber denke, wir LINKE sollten uns dabei auf die Fragen konzentrieren, die mit uns selbst zu tun haben. Wenn wir ungern Ratschläge aus SPD und Grünen hören, sollten wir auch denen nicht ständig und ungebeten welche erteilen.

Das heißt nicht, dass wir der politischen Konfrontation aus dem Weg gehen sollen. Im Gegenteil. Wo es für einen progressiven Kurswechsel wichtig und hilfreich ist, sollten wir aber mehr miteinander reden, nicht so viel übereinander. Und wir sollten im Kopf behalten, dass es nicht darum geht, dass am Ende alle das Gleiche wollen. Sondern es geht um die Frage, wie wir bei unterschiedlichen Einzelzielen trotzdem und umso wirksamer in die gleiche Richtung ziehen können.

Angesichts der großen Herausforderungen - von der Klimakrise über die Ungleichheit bis hin zu globalen Menschenrechtsfragen - plädiere ich dafür, mehr Mut zur praktischen Veränderung aufzubringen. Wir als LINKE können uns nicht nur auf Abwehrkämpfe und Kritik beschränken, so wichtig beides ist. Wer sagt, dass es gute und überzeugende Gründe gibt, die Richtung der Politik grundlegend zu ändern, der muss aber auch ans Steuerrad wollen. Wenn die Bedingungen stimmen. Wir in Thüringen haben es versucht. Mit Erfolg.

Ganz herzliche Grüße.
Bleib vor allem gesund.
Deine Susanne