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von Susanne Hennig-Wellsow

 

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Deine Susanne Hennig-Wellsow

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#1 - Was wir aus der Corona-Krise lernen können

Liebe*r Leser*in,

 

ich hoffe, es geht Dir gut, und Du kannst Dich trotz aller Schwierigkeiten ein bisschen auf Ostern freuen. Ich tue das, auch wenn mir die ganze Ernsthaftigkeit der Corona-Krise jeden Moment meiner politischen Arbeit vor Augen steht. In der Zeitung habe ich gelesen, dass der Vatikan wirklich drüber nachgedacht hatte, ob sich Ostern verschieben lässt. Geht nicht, sagt die zuständige Gottesdienst-Kongregation. Ein Glück. Denn Ostern kündet ja auch von Hoffnung: Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Liebe*r Leser*in,

ich hoffe, es geht Dir gut, und Du kannst Dich trotz aller Schwierigkeiten ein bisschen auf Ostern freuen. Ich tue das, auch wenn mir die ganze Ernsthaftigkeit der Corona-Krise jeden Moment meiner politischen Arbeit vor Augen steht. In der Zeitung habe ich gelesen, dass der Vatikan wirklich drüber nachgedacht hatte, ob sich Ostern verschieben lässt. Geht nicht, sagt die zuständige Gottesdienst-Kongregation. Ein Glück. Denn Ostern kündet ja auch von Hoffnung: Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Apropos neuer Anfang. Der Ausstieg aus dem »Lockdown« wird kommen. So viel ist sicher. Weitgehendes Einvernehmen besteht bei Gesundheitsexpert*innen und in der Politik auch über den Zeitpunkt: Wir werden die jetzt bestehenden Einschränkungen dann und in dem Maße zurückfahren, sofern die Ansteckungsrate unter einem bestimmten Niveau bleibt. Damit stellen wir sicher, dass wir die Behandlungskapazitäten unsere Krankenhäuser nicht überfordern. Das Prinzip, dem wir folgen: so viel Schutz vor Infektion wie nötig, so wenig Einschränkungen wie möglich.

Es gibt aber noch einen anderen Horizont. Nicht wenige meinen, nach der Krise wird es wie vor der Krise sein. Aber wird das wirklich so sein? Mehr noch: Können wir das wollen? Unterm Strich müssen wir uns fragen, ob wir unsere Gesellschaft schon so gut und richtig eingerichtet haben, wie wir das heute eigentlich schon könnten. Ich spreche nicht von einer fernen Zukunft, in der alles besser ist. Ich spreche davon, was wir aus der Krise lernen können. Warum es nicht (nur) um den Ausstieg aus dem Krisenmodus geht, sondern um den Einstieg in eine neue Normalität, habe ich hier beschrieben.

Du wirst Dich vielleicht fragen, was die Corona-Krise für Landtagsabgeordnete bedeutet - jedenfalls keine Normalität. Meine Kolleg*innen arbeiten jeden Tag daran, damit wir gemeinsam die Corona-Krise solidarisch meistern - auch von zu Hause aus. Wie das aussieht? Wir haben ein kleines Video zusammengeschnitten. Und wenn Du dich dafür interessierst, was politisch in den vergangenen Tagen unter anderem auf unserer Agenda stand, findest Du hier aktuelle Erklärungen der Linksfraktion.

Dieser Tage jährt sich auch die Befreiung der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora zum 75. Mal. Wir werden niemals vergessen, zu was uns dieser Tag mahnt. »Kameraden, wir haben das Lager in unserer Hand« - diese Worte ertönten am 11. April 1945 aus demselben Lautsprecher, aus dem sonst die SS-Schergen ihre Befehle brüllten. Rolf Kralovitz, ehemaliger Häftling in Buchenwald, hat diesen bewegenden Moment in seinen Memoiren geschildert.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes wirbt derzeit dafür, den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus bundesweit zum gesetzlichen Feiertag zu erklären: »75 Jahre nach dem wichtigsten Tag des 20. Jahrhunderts ist es an der Zeit und auch bitter notwendig, endlich konsequent Lehren aus den Verbrechen des NS-Regimes zu ziehen.« Gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano startete die Vereinigung eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition. Ich werbe gern darum, diese Initiative zu unterstützen.

Wir haben in Thüringen als rot-rot-grüne Koalition den 8. Mai schon 2015 zum Gedenktag erhoben. »Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben«, so hat Esther Bejarano formuliert. »Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung.«

 

Alles Gute in diesen herausfordernden Zeiten.

Bleib vor allem gesund.

 

Bis nächste Woche,

Deine Susanne Hennig-Wellsow