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Solidarität und Unterstützung für die Beschäftigten von Siemens

Die Mahnwache der Kolleginnen und Kollegen zu Frühschichtbeginn am 17. November vor dem Tor des Siemens-Generatorenwerks Erfurt unterstützte die Thüringer LINKE mit Feuertonne, Kaffee und Tee. Susanne Hennig-Wellsow, Fraktions- und Landesvorsitzende, Martina Renner, LINKE-Bundestagsabgeordnete für Erfurt, und Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, nahmen aktiv teil und suchten vor Ort das Gespräch mit den Beschäftigten.

Susanne Hennig-Wellsow betonte die Bedeutung einer möglichst breiten gesellschaftlichen Solidarität für den Erhalt des Werkes als Teil des Siemensverbundes: „Es ist wichtig, dass die Beschäftigten, der Betriebsrat und die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall heute eine unmissverständliche Reaktion auf die vorgestellten Konzernpläne gezeigt haben. Die klar formulierte und berechtigte Forderung, das Generatorenwerk Erfurt als Teil des Siemenskonzerns zu erhalten, wird von uns vollkommen unterstützt. Zugleich führen alle Beschäftigten aller betroffenen Standorte einen gemeinsamen Kampf und lassen sich nicht auseinanderdividieren – das ist gut und richtig so! Nun ist es auch an uns, alle notwendigen gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren, um Stellenabbau, Werksschließungen und Ausverkauf zu verhindern.“ Rainer Kräuter ergänzte: „Trotz der negativen Nachrichten aus München sind die Kolleginnen und Kollegen zuversichtlich und zum Kampf um ihre Arbeitsplätze entschlossen. Die vielen Gespräche, die wir geführt haben, sind eine wichtige Motivation für die anstehenden politischen Auseinandersetzungen. Unsere Partei und Fraktion wird auch die kommenden Aktionen aktiv begleiten, zum Beispiel den Schweigemarsch am 21. November.“

Dieter Hausold, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion, hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Siemens-Pläne erklärt: „Es ist ein Skandal, dass der Siemens-Konzern bei einer aktuellen Steigerung des Jahresgewinns um 600 Millionen Euro sämtliche Absprachen zu Arbeitsplatzgarantien mit Gewerkschaften und Beschäftigten bricht und nun Kernbelegschaften vor die Tür setzen und komplette Werke schließen will. Wir werden als LINKE zusammen mit unseren Koalitionspartnern gegen dieses Vorhaben mit aller Entschiedenheit ankämpfen!“

In einer Mitarbeiterversammlung am vergangenen Freitag hatte Siemens die Pläne der Belegschaft offiziell mitgeteilt. Das Erfurter Siemenswerk soll entweder verkauft oder Mitarbeiter entlassen werden. Wie der MDR meldete, habe Bernd Spitzbarth von der IG Metall von weit mehr als 200 Stellen gesprochen, die gestrichen werden sollten. Seinen Angaben zufolge wolle Siemens als eine der Optionen einen „Personalabbau mit Produktverschlankung“ vornehmen.

Auf der Betriebsversammlung sind die 500 Beschäftigten, die anwesend waren, hinausgestürmt. Betriebsratsvorsitzender Mario In der Au sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Sie sind hochgradig enttäuscht von der angekündigten Planung und können das in keinster Weise nachvollziehen.“ Laut In der Au sei für Freitagnachmittag die Produktion gestoppt worden. Auch die Spätschicht werde ihren Dienst nicht antreten. Erst am Montag werde wieder gearbeitet.

Pressemitteilungen
  • 11.12.2017: Aktuelle Stunde der Linksfraktion: Beschäftigte in Thüringen vor arbeitnehmerfeindlicher Politik wie bei Siemens Erfurt und Coca Cola Weimar schützen LINK
  • 21.11.2017: Kein Arbeitsplatzabbau bei Siemens! LINK
  • 20.11.2017: LINKE-Abgeordnete unterstützen Siemens-Schweigemarsch LINK
  • 17.11.2017: DIE LINKE unterstützt Siemens-Beschäftigte bei Kampf um Arbeitsplätze LINK
  • 16.11.2017: Siemens: Nein zu diesem Kürzungsdiktat LINK
  • 9.11.2017: Siemens: Steigende Gewinne passen nicht zu angedrohtem Beschäftigungsabbau LINK
  • 7.11.2017: "Ich bin Siemens!" Protest für Erhalt von Standort und Jobs LINK
  • 1.11.2017: Siemens: Zusammenstehen an der Seite der Beschäftigten! LINK
  • 25.10.2017: Siemens Erfurt: Eine Belegschaft steht auf! LINK
  • 23.10.2017: Siemens: Alle Standorte müssen erhalten bleiben! LINK