
Pressesprecherin
Diana Glöckner
Tel.: 0361 - 377 2293
Fax: 0361 - 3772321
Mobil: 0151 - 124 19414
Als „neuen Wein in alten Schläuchen“, bezeichnet die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ina Leukefeld, die heute von Wirtschaftsminister Machnig vorgestellte „Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung“ (ThAFF).
Die Abgeordnete verweist auf die Gründe, warum sich ehemalige Thüringerinnen und Thüringer nicht zur Rückkehr entschließen können: „Das ist erstens die fehlende Arbeitsplatzsicherheit und zweitens das niedrige Einkommensniveau.“ Insofern sei es bedauerlich, dass darauf im Handlungskonzept keinerlei Bezug genommen werde. Es beinhalte keine Hinweise, mit welchen Maßnahmen das Wirtschaftsministerium beabsichtige, die Arbeitsplatzsicherheit in Thüringen zu erhöhen, „ganz zu schweigen von verbindlichen Aussagen zur Steigerung des Thüringer Lohnniveaus“, stellt Ina Leukefeld enttäuscht fest.
„Die ‚Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung’ ist nichts anderes als die Fortsetzung des Unternehmer- und Fachkräfteservice, der nach Aussagen des Wirtschaftsministers seinen Aufgaben nicht gerecht wurde, weil mit relativ hohem Aufwand die Rückholquote von 500 Personen innerhalb von drei Jahren keine Erfolgstory ist“, betont die Arbeitsmarktexpertin. Auch wenn der Wirtschaftsminister von einem „Neustart“ im Kampf um die besten Fachkräfte spreche, bleibe anzuzweifeln, ob echte Effekte in der Fachkräftegewinnung durch Verstärkung des Marketings erzielt werden können.
Ina Leukefeld: „Vielmehr wäre es sinnvoll, durch die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen und Existenz sichernden Mindestlohns, die Festlegung eines Mindestausbildungsentgeltes, die drastische Reduzierung von Leiharbeit, den Abbau prekärer Beschäftigung sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Thüringen zu verbessern. Das würde die Motivation vieler Menschen zur Rückkehr nach Thüringen befördern.“