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„Statt Kontrolle und Aufsicht brauchen die Schulen mehr Eigenverantwortung und deshalb die dafür notwendigen Beratungs- und Unterstützungsangebote. Deshalb wäre die völlige Abschaffung der Schulämter als mittlere Landesbehörde ein längst überfälliger Schritt“, fordert Michaele Sojka, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion.
Um den Schulen deutlich mehr Eigenverantwortung bei der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung des Schul- und Unterrichtsalltags zu geben, könne auf eine Mittelbehörde wie sie die staatlichen Schulämter darstellen, völlig verzichtet werden, betont die Bildungsexpertin der LINKEN. Auf Antrag ihrer Fraktion hatte sich heute der Landtagsfachausschuss mit der Umstrukturierung der momentan 11 Schulämter in Thüringen beschäftigt.
„Wir brauchen keine Reduktion, sondern den völligen Verzicht, denn Schulämter in ihrer momentanen Funktion als bürokratische Statistik- und Lehrerstellenzuweisungsämter sind überflüssig. Wenn Schulen zukünftig im Zuge höherer Eigenverantwortung auch selbst über ihr Personal entscheiden sollen, dann braucht es keine dafür zuständige Behörde. Gesetzlich ist der schulische Rahmen klar abgesteckt. Für die unmittelbare Aufsicht bzgl. der Umsetzung und Einhaltung der Gesetze im schulischen Bereich reicht des Ministerium als obere Aufsichtsbehörde völlig aus. Die damit eingesparten Personalstellen z.B. für Schulsozialarbeit können den Schulen unmittelbar zur Verfügung gestellt werden.
Beratung und Kontrolle von Schulen muss endlich organisatorisch getrennt und entbürokratisiert werden. Wichtig sei deshalb, dass den Schulen ein engmaschiges Netz von unabhängigen Beratungseinrichtungen zur Seite gestellt wird, bei denen Schulen die notwendigen Unterstützungen z.B. bei pädagogischen, psychologischen oder rechtlichen Problemen bzw. Fragestellungen erhalten. Solche regionalen Schulberatungszentren könnten unter dem Dach des Thillm (Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien) organisiert bzw. koordiniert werden.