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1. Juni 2010

Arm trotz Arbeit: Sinkende Arbeitslosenquote ist keine Entwarnung

Die aktuell veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Thüringen nimmt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld, zum Anlass, um daran zu erinnern, dass nach wie vor in Thüringen über 100 000 Menschen auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) angewiesen sind.

"Diese Menschen sind trotz Arbeit auf Leistungen vom Staat angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Diese skandalöse Tatsache wird in den Statistiken gern verschwiegen. Für die Betroffenen bedeutet das jedoch: Demütigung und Angst vor dem Verlust des Niedriglohnjobs und letztendlich den weiteren sozialen Abstieg. Bei all der Euphorie über sinkende Arbeitslosenquoten in Thüringen darf man die Struktur und die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht außer Acht lassen", mahnt die Arbeitsmarktpolitikerin. Sie weist darauf hin, dass es im Freistaat ausreichend Potenzial gebe, um öffentlich geförderte Beschäftigung als Alternative zu Langzeitarbeitslosigkeit und Ein-Euro-Jobs zu installieren. "Mit dem Thüringer Landesarbeitsmarktprogramm müssen jetzt die Weichen gestellt werden, um zusätzliche Arbeitsplätze in Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu schaffen.