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15. Juli 2012

Verbraucherschutz ernst nehmen und Ruf Thüringens als Produktionsstandort für gute Nahrungsmittel nicht gefährden!

Angesichts des Coli-Bakterien-Alarms in Thüringen fordert DIE LINKE eine Überprüfung des Kontrollsystems: "Trinkwasser ist ein hohes Gut. Daher muss allen Anhaltspunkten nachgegangen werden, die Aufschluss über mögliche Verunreinigungen geben können, um notwendige Konsequenzen zu ziehen", sagt Diana Skibbe, Landtagsabgeordnete der Linksfraktion und zuständig für Verbraucherschutz. Ihre Fraktion wird die Trinkwassersicherheit zum Thema einer Aktuellen Stunde in der bevorstehenden Landtagssitzung machen.

Frau Skibbe betont, dass diejenigen, die ins Fernwasser-Netz einspeisen, genauso für die Wasserqualität haften, wie jene, die das Wasser über das örtliche Netz an den Endverbraucher abgeben. Daher müsse unter anderem die Frage beantwortet werden, ob es zutreffen könnte, dass in Luisenthal vor kurzem eine Wasseraufbereitungsanlage ausgefallen ist und ob es dazu größere Reparaturmassnahmen gegeben hat. Auch liege es auf der Hand, dass man sich künftig viel intensiver mit den Prüfintervallen beschäftigen muss. "Es kann nicht sein, dass diejenigen, die Wasser ins Fernwasser-Netz einspeisen, weniger Proben ziehen, als diejenigen, die die Verteilung bis zum Endverbraucher übernehmen", so die Abgeordnete. "Tag, Stunde und Intervall der Beprobung bei Roh- und Trinkwasser sollten aufeinander abgestimmt und der Datenaustausch transparent sein",so Frau Skibbe abschließend.

Das Vertrauen in die Nahrungsmittelsicherheit dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. "Immerhin geht es nicht nur um den Schutz der Verbraucher, sondern auch um den Ruf Thüringens als Nahrungsmittel produzierendes Land. Sollte hier sorglos hantiert werden, muss man die Standards deutlich erhöhen", ergänzt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.