Ansprechpartnerin

Pressesprecherin

Diana Glöckner

Tel.: 0361 - 377 2293

Fax: 0361 - 3772321

Mobil: 0151 - 124 19414

gloeckner@die-linke-thl.de

 
8. Februar 2012

Gebäudesanierung: Konkrete Maßnahmen bleiben Mangelware

„Die heute vom Wirtschaftsminister Machnig vorgestellte Gebäudestudie für Thüringen hat zu Recht auf ein elementares Problem bei der Energiewende hingewiesen: die Einspar- und Nutzungspotentiale bei der Wärmeenergie. Damit wurde ein wesentliches Problem erkannt, benannt und wichtige Punkte aufgegriffen, so z.B. die Nutzung des Fernwärmenetzes in Thüringen oder die absehbare Erneuerung der Haustechnik vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern“, erklärt der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Manfred Hellmann.

Bei aller Bedeutung des Themas gebe es zwei große und einen kleinen Wermutstropfen und jede Menge offene Fragen. Allen voran die Gewichtung des Wärmebedarfs bzw. -verbrauchs und -nutzung in der Stadt und auf dem Land. „Bei den Wermutstropfen genüge es nicht, allein mit dem Finger immer auf die Bundesregierung zu zeigen. Das Land Thüringen muss auch selbst Anreize setzen“, so Hellmann. Das habe eine soziale und eine wirtschaftliche Komponente. So sei die gezielte Förderung schwächerer Haushalte notwendig. Andererseits habe man auch nicht immer den Eindruck, dass die Thüringer Regierung das riesige Wertschöpfungspotential der Energiebranche erkannt habe. Zweiter bitterer Tropfen: trotz aller Studien und Handlungsempfehlungen hapere es immer noch gewaltig an einer kompetenten und lösungsorientierten Beratung bei energetischen Sanierungen.
Manfred Hellmann weiter: „Und schließlich drittens bleibt ein kleiner Nachgeschmack. Bei aller Hochachtung für den Erarbeiter der Studie aus Hamburg, aber warum ging der Auftrag nicht an einheimische Wissenschaftler, von denen wir z.B. an der Bauhaus-Universität in Weimar oder anderen diversen Fachhochschulen eine ganze Reihe vorzuweisen haben? Unterm Strich hat Minister Machnig wieder auf ein wirkliches Problem hingewiesen, aber auch hier blieb er die Antwort schuldig, was er ganz konkret tun wird!“