„Für den kompletten Wechsel in der Energiegewinnung hat Thüringen hervorragende Voraussetzungen, die bislang ungenutzt blieben. Zum Beispiel Wasserkraft und Geothermie“, sagt Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender, und unterstreicht die Forderung der LINKEN nach „einem endgültigen Verzicht auf Atomstrom sowie zu einer Wende in der Energiepolitik hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien“.
Mit Blick auf das Gebaren der Bundesregierung um den Atomausstieg warnt der Spitzenpolitiker der LINKEN: „Solange die Bundesregierung weiter vom Moratorium schwatzt, ist das nicht nur Rosstäuscherei, sondern steckt dahinter auch Kumpanei mit der Atomindustrie. Am Ende können aus solchen kalkulierten Manövern Schadensersatzforderungen für die Atomindustrie resultieren.“
In Thüringen müsse die Landesregierung nun rasch prüfen, welche vorhandenen und zum Teil nicht mehr zur Wasserversorgung vorgesehenen Talsperren für eine Umrüstung zu Pumpspeicherwerken geeignet sind. Zudem habe Thüringen aus historischer Tradition unzählige Wasserläufe, die einst zum Betrieb von Hammerwerken genutzt wurden. Modernste Wasserräder könnten hier zum Einsatz kommen und die lokale und regionale Stromversorgung sichern oder unterstützen. Weiterhin verfügt Thüringen über zahlreiche ehemalige Bergbauschächte - auch hier müssten sofort Prüfungen in Gang gesetzt werden, inwiefern sie für Geothermie oder auch Tiefengeothermie geeignet sind.
„Zudem muss die Thüringer Landesregierung auch in der Forschung und Entwicklung die Weichen stellen. Der Freistaat ist führend bei der Forschung auf dem Gebiet der Speicherkapazitäten. Hier müssen nun Ressourcen konzentriert und zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, um schneller voranzukommen“, fordert der Vorsitzende der größten Oppositionsfraktion im Landtag.
Ramelow weiter: „Es gibt viel zu tun, und an umsetzbaren und zukunftstauglichen Ideen mangelt es nicht, packen wir es an! Wir werden die Regierung dazu auffordern und im Handeln unterstützen.“