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22. Juni 2012

Beschluss des Landtages zu einer Hochschulplanung ist richtig, aber zu wenig

„Der Beschluss des Landtages zu einer Hochschulplanung fand zwar auch unsere Zustimmung, aber er bleibt weit hinter den eigentlichen Erfordernissen im Wissenschaftsbereich zurück. Das Ziel, umfassend Wissenschaft strategisch zu betrachten, ist nicht enthalten. Dabei wäre es sachlich und fachlich dringend notwendig, auch für den korrespondierenden Forschungsbereich Planungen anzustellen. Diesen Fakt hatten auch alle Teilnehmer der Anhörung betont“, führte die Sprecherin für Wissenschaftspolitik Dr. Karin Kaschuba aus.

Die Planungen für den Hochschulbereich gehören zu den wenigen Kernkompetenzen des Landes, wo man gestalterisch tätig werden kann.

Es gehe beim Hochschulplan nicht nur um die Weiterentwicklung unserer Hochschulen, sondern auch der Forschungspotentiale. „Beide Bereiche im Schulterschluss mit der Wirtschaft sollen auch zukünftig das Rückgrat Thüringens bilden“, unterstreicht Frau Dr. Kaschuba. Dazu bedürfe es einer konzertierten Ausrichtung und Zusammenarbeit. In diesem Plan gäbe es vielfältige Prämissen zu berücksichtigen, z.B. Profilbildung, Ausbau der Hochschulen unter Berücksichtigung der Demographiezahlen, deutliches Bekenntnis zur Forschung, Bündelung von Ressourcen, länderübergreifende Zusammenarbeit, Wettbewerbsvorteile im Kampf um die klügsten Köpfe, bedarfsgerechte Ausfinanzierung. Ebenso seien Belange innerhochschulischer Demokratie und Hochschulautonomie berührt.

Frau Dr. Karin Kaschuba weiter: „Ich kann versprechen, die Problematik wird uns weiter intensiv beschäftigen. Dafür wird die Fraktion DIE LINKE sorgen und die Regierung erneut zum Handeln zwingen.“