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20. März 2017

Verkehrssicherheit geht alle an

Trotz des positiven Rückgangs der Verkehrstoten und Verletzten auf Thüringer Straßen gibt es noch viel zu tun. Nach wie vor ist überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache Nr.1, besonders auch bei jungen Fahrern. Die um rund 90.000 im Vergleich zum Vorjahr angewachsenen Geschwindigkeitsverstösse, die durch die Polizei registriert werden mussten, sprechen eine deutliche Sprache. „Deshalb ist auch dringend notwendig, sowohl die Kontrolltätigkeit der Polizei zu verstärken, aber auch die Ausbildung der jungen Fahrer ab 18 mehrstufig zu gestalten und die Diskussion zu einem Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen wieder aufzunehmen, vor allem an Gefahrenstellen“, unterstreicht Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Linksfraktion, angesichts der heutigen Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2016.

Zunehmend gebe es eine verstärkte Rücksichtslosigkeit gegenüber den Rettungskräften und der Polizei bei Unfällen auf Autobahnen. Hier sollten sowohl die Bußgelder angehoben werden, mehr jedoch noch Aufklärungsarbeit geleistet werden. Thüringen sollte hier auch dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und entsprechende Hinweisschilder „Rettungsgasse bilden“ an Autobahnbrücken anbringen.
Für die Senioren, besonderes für die über 75-Jährigen, deren Unfallhäufigkeit weniger auf bewussten Regelverstößen, sondern eher auf ein Nachlassen der Leistungsfähigkeit beruht, werden auch in Thüringen einige Projekte zum freiwilligen Überprüfen der eigenen Fahrtüchtigkeit angeboten. Denn allein 2015 war bundesweit fast jeder 3. Unfalltote über 65 Jahre alt, ab 75 Jahre zunehmend als Unfallverursacher, aber auch als Opfer. „Hier müssen Prävention, Selbstkontrolle, ärztlicher Rat, aber auch mehr Angebote durch den öffentlichen Nahverkehr angeboten werden“, sagt Frau Dr. Lukin.