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12. Juli 2012

Susanne Hennig: „Gute Bildung braucht gute Bedingungen“

„Lehrerinnen und Lehrer sind der Garant für eine gute Bildung. Allerdings finden sie in Thüringen keine guten Arbeitsbedingungen vor“, sagt Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Sie verweist auf die GEW-Onlinebefragung „Arbeitsbedingungen und Personalsituation an Thüringer Schulen“, deren Ergebnisse „besorgniserregend sind und den Handlungsdruck der Landesregierung bestätigen“. So fehle es in Thüringen an Unterstützung für Lehrkräfte. „Neue pädagogische Anforderungen, Zusatzaufgaben und zu kurze Pausen erhöhen die Arbeitsbelastung, mit der die Lehrerinnen und Lehrer oft allein gelassen werden. Ein Zwei-Pädagogen-System in Thüringer Klassenzimmern ist momentan meist Wunschvorstellung. Auch Unterstützungen aus anderen Professionen sind eher die Ausnahme, viele Schulen brauchen nach eigenen Aussagen dringend Schulsozialarbeiter“, fasst die LINKE Bildungspolitikerin die Situation zusammen.

Es seien vor allem auch die „kleinen Dinge“ im Lehreralltag, die besonders psychische Belastungen verursachten. „Allein der Fakt, dass Lehrer Klassenfahrten aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, ist nicht mehr hinnehmbar“, hält Hennig fest und fordert ein gemeinsames Handeln auf unterschiedlichen Ebenen, damit in Thüringen „gute Bildung gute Bedingungen bekommt“. Dabei gehe es vor allem um Fragen, die „das Land und die Schulträger betreffen: Die Ausstattung von Schule, Neueinstellung von Lehrkräften und Schaffung von Referendarstellen, aber dringend notwendig sind auch mehr Schulsozialarbeiter“, betont die Abgeordnete.

„Es herrscht großer Frust im System, da werden die angekündigten Verbeamtungen auch nicht viel nützen, selbst wenn sie reizvoll erscheinen im Wettbewerb der Bundesländer. Dem Unmut kann natürlich mit Geld allein auch nicht begegnet werden. Jedoch sind Schulentwicklung und die Umsetzung guter Konzepte unter den jetzigen Gegebenheiten nur schwer machbar. Fest steht aber: Wir müssen uns Bildung leisten können!“, so Susanne Hennig abschließend.