Ansprechpartnerin

Pressesprecherin

Diana Glöckner

Tel.: 0361 - 377 2293

Fax: 0361 - 3772321

Mobil: 0151 - 124 19414

gloeckner@die-linke-thl.de

 
16. Mai 2012

Sozialwirtschaft in Thüringen braucht eine stabile Basis

„Der heute vorgestellte erste Thüringer Sozialwirtschaftsbericht zieht eine eindrucksvolle Bilanz der Wirtschaftsleistungen im Sozialbereich“, sagt der Landtagsabgeordnete Matthias Bärwolff, der am ersten Thüringer Sozialwirtschaftskongress in Erfurt teilnimmt. Der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion fordert die Landesregierung auf, daraus für die anstehenden Haushaltsverhandlungen die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen und den Sozialbereich in Thüringen nicht weiter zu strangulieren.

Er verweist auf die im vorgelegten Bericht genannten Zahlen und Fakten. „So fließen von einem in der Sozialwirtschaft investierten Euro 39 Cent über Steuern und Sozialabgaben wieder direkt in die öffentliche Hand zurück. Etwa zwei Milliarden Euro werden hier jährlich erwirtschaftet. Es ist also völlig verfehlt, diesen Bereich einer permanenten Sparpolitik zu unterwerfen“, kritisiert Bärwolff und verlangt eine stabile Basis für die Thüringer Sozialwirtschaft.

Der LINKE Politiker richtet einen dringlichen Appell an den Thüringer Finanzminister, den Bericht zur Kenntnis zu nehmen und sich vor Augen zu halten, wie wichtig diese Ausgaben für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft sind. „Das ist in jeder Hinsicht gut investiertes Geld“, betont Bärwolff.

In den Jahren 2000 bis 2006 seien in Thüringen massive und spürbare Sozialkürzungen vorgenommen worden. Schon heute könne vieles nicht mehr realisiert werden und es stünden zum Beispiel Lebens- und Familienberatungsstellen unter massivem Druck. Der Sozialpolitiker der Linksfraktion bezeichnet es in diesem Zusammenhang als nicht hinnehmbar, dass inzwischen etwa 43 Prozent der im Sozialbereich Tätigen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiteten. „Zurückgehende öffentliche Finanzen verstärken den Wettbewerb und Konkurrenzdruck in der Sozialwirtschaft und führen allzu häufig zu Niedriglöhnen und Teilzeitbeschäftigung“, so Bärwolff abschließend.