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1. August 2017

Radikales Umdenken bei Verkehr und Mobilität notwendig

„Wenn sich die Diskussionen beim Dieselgipfel von Bund, Ländern und Autoindustrie nur auf den Abgas- und möglichen Kartellbetrug sowie Varianten einer bessern Kontrolle der Autoindustrie beziehen, dann wird es kaum echte Lösungen geben“, sagt Dr. Gudrun Lukin, Verkehrspolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, und fordert ein radikales Umdenken bei Verkehr und Mobilität.

Schon jetzt seien durch die manipulierten Abgaswerte die Umweltzonen und Luftreinhaltepläne der Städte so gut wie Makulatur. „Notwendig  ist endlich eine bundesweite Offensive für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf der Schiene, vor allem in Richtung einer Elektrifizierung der Bahnstrecken, aber auch die verstärkte Förderung der notwendigen Infrastruktur“, betont die Abgeordnete. Diese würde auch Elektroautos, E-Bikes und alternativen Verkehrsmitteln zugute kommen. „Nur wenn jetzt konsequent an einer Neuorientierung des Verkehrs und der Verkehrsmittel gearbeitet wird, werden sich Erfolge bei der Verbesserung der Atemluft in den Städten einstellen, wird ein entscheidender Beitrag für Verbraucher- und Klimaschutz geleistet. Zwar hat der Verkehrssektor dabei eine Schlüsselstellung, aber sein Beitrag zur Klimaverbesserung ist nach wie vor marginal. Daher halte ich auch die erreichte Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung für einen wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende“, so Dr. Lukin.