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10. Oktober 2017

Gute Bildung beste Voraussetzung für gute Arbeit

„Thüringen hat keinen Fachkräftemangel, aber einen Fachkräftebedarf in verschiedenen Berufen, wie in der Pflegebranche oder auch in bestimmten Handwerksberufen. Deshalb ist ein wirksamer Beitrag zur Fachkräftesicherung eine zielgerichtete und am Bedarf der Wirtschaft ausgerichtete Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und gering qualifizierten Beschäftigten“, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld.

Die Thüringer Allianz für Berufsbildung und Fachkräftegewinnung, bestehend aus Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Politik, soll Thüringen in Sachen Fachkräfteentwicklung zukunftsfest machen und möglichen Defiziten entgegenwirken. Die Abgeordnete will von der Regierung wissen, welche Ergebnisse dabei erreicht wurden und bereitet dazu einen parlamentarischen Antrag vor. Frau Leukefeld verweist auf die Antwort des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie auf ihre Kleine Anfrage zur Unterstützung der Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und geringqualifizierten Beschäftigten in Thüringen (DS 6/4487), „die allerdings einiges offen ließ“. So konnten leider keine differenzierten Angaben zum Erwerb verschiedener beruflicher Abschlüsse gemacht werden, wie beispielsweise bei den Pflegefachkräften.
 
„Gute Bildung, Ausbildung und besserer Bedingungen für lebenslanges Lernen sind die Voraussetzungen dafür, um dem Fachkräftebedarf besser entsprechen zu können. Das ist zunächst eine Aufgabe der Unternehmen, die die Politik wirksam unterstützen muss. Besonders die vielen Thüringer Kleinbetriebe brauchen mehr Möglichkeiten und Angebote. Die Wirksamkeit des umfangreichen Mitteleinsatzes sollte stärker in den Fokus rücken. Für Qualifizierung und Weiterbildung wurden allein in den letzten drei Jahren in Thüringen 8,819 Millionen Euro im Rahmen der Weiterbildungsrichtlinie aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Hinzu kamen Landesmittel in Höhe von 363.000 Euro. Attraktive Arbeit heißt aber auch, gute, tarifgerechte Entlohnung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, übrigens für Frauen und Männer“, so Ina Leukefeld abschließend.