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30. Mai 2018

Für einen Rechtsanspruch auf geförderte Arbeit

Als „sicherlich sehr erfreulich“ bezeichnet es Ina Leukefeld, dass die Arbeitslosenquote in Thüringen mit 5,4 Prozent die niedrigste seit 1991 ist. Zugleich gibt die Arbeitspolitikerin der Fraktion DIE LINKE zu bedenken, dass noch immer zu viele Menschen arbeitslos sind, wegen zu geringer Löhne aufstocken müssen, sich ungewollt in Teilzeitarbeit, geringfügiger Beschäftigung oder in Befristungen ohne Aussicht auf Weiterbeschäftigung befinden.

„Mehr als bisher kommt es jetzt darauf an, die Arbeitsbedingungen in Thüringen stärker in den Blick zu nehmen. Das ist auch unter dem Aspekt der Fachkräftesicherung dringend angeraten“, sagt die Abgeordnete und weist darauf hin, dass „die Tarifbindung auch in Thüringen rückläufig ist und Mindestlohn nicht überall gezahlt wird, obwohl er flächendeckend Gesetz ist“.

Frau Leukefeld kündigt an: „Wir werden erneut überprüfen, wie sich dazu die Lage in der  Thüringer Wirtschaft, insbesondere in Kleinunternehmen und in Branchen, die nicht zum produzierenden Gewerbe gehören, entwickelt hat. Es gibt die Idee, eine Task Force ‚Faire Arbeitsbedingungen in Thüringen‘ ins Leben zu rufen, um zu deutlichen Fortschritten zu kommen und dabei eng mit den Gewerkschaften und anderen Akteuren zusammenzuarbeiten“.

Für die LINKE-Politikerin ist es ein guter Weg, dass „jetzt viele Langzeitarbeitslose durch öffentlich geförderte Beschäftigung im gemeinwohlorientierten Bereich eine Chance auf Arbeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhalten haben, auch wenn der Bedarf noch weitaus  größer ist“. Ina Leukefeld abschließend: „Das rot-rot-grün regierte Thüringen ist Vorreiter für einen sozialen Arbeitsmarkt, der nun auch bundesweit gefördert werden soll. Allerdings reichen die bereitgestellten Mittel nur für 150.000 Erwerbslose in ganz Deutschland. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Menschen, die lange erwerbslos waren und die arbeiten wollen, sollten einen Rechtsanspruch auf geförderte Arbeit haben. Dafür werden wir weiter eintreten.“