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26. Januar 2018

DIE LINKE zum Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar äußert die Landes- und Fraktionsvorsitzende der LINKEN in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow. „Der 27. Januar erinnert nicht nur an die Befreiung des Vernichtungslagers KZ Auschwitz-Birkenau 1945 durch die Rote Armee. Dieser Tag steht auch für die Erinnerung daran, wie schnell Nationalstolz sowie antisemitische und rassistische Stereotype in massenhaft begeisterte Zustimmung umschlagen konnten, die in der Konsequenz die millionenfache Ermordung von Menschen bedeutete. Jene Einstellungen, die damals erst zur Diskriminierung, dann zur Vernichtung von Menschen führten, sind weiterhin breit in der Gesellschaft vorhanden. Gerade auch vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Rechtsrucks bleibt es unsere Aufgabe, weiter zu reflektieren, wie es damals so weit kommen konnte und wie wir heute wirksam Hass und Ausgrenzung begegnen können.“

Hennig-Wellsow würdigt in dem Zusammenhang auch die Arbeit der Enquetekommission Rassismus im Thüringer Landtag, die sich derzeit mit den Erscheinungsformen und der Verbreitung entsprechender Einstellungen ausführlich befasst. Dass ausgerechnet 73 Jahre nach der Befreiung erneut Menschen in Erfurt auf der Straße marschieren, um die Religionsfreiheit von Menschen anderer religiöser oder kultureller Herkunft zu bekämpfen, sei beschämend.

Die Abgeordnete weiter: „Wir müssen auf Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit mit mehr Bildung und Aufklärung reagieren. Dort, wo uns menschenverachtende Einstellungen begegnen, dürfen wir als Gesellschaft nicht still schweigen, sondern müssen aktiv die Stimme zur Gegenwehr erheben.“