Erklärung von Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, zu Kandidaturen für die LINKE-Parteispitze:
„Die Nachricht, ich hätte Dietmar Bartsch aufgefordert, von seiner Kandidatur zurückzutreten, ist falsch! Meldungen, dass ich dies getan hätte, basieren auf einer groben Verkürzung und führen durch hinzugefügte Wertungen des Journalisten zum Gegenteil meiner Aussagen. Richtig ist, dass ich die Entscheidung von Oskar Lafontaine mit Respekt und Verständnis zur Kenntnis genommen habe. Dies wäre ein Schritt, in dem aber auch die Chance für einen dritten Weg liegen könnte. Dies setzt aber zwingend voraus, dass niemand mehr beschädigt und verletzt wird, sondern Ziel muss es sein, eine kooperative Führung unter aktivem Einschluss von Dietmar Bartsch entstehen zu lassen.
Mit der heutigen Pressekonferenz in Hannover unterbreiten zwei aktive Frauen aus unserer Partei ein Angebot, das auf der Thüringer Regionalkonferenz sehr stark präferiert wurde. Allerdings war in Thüringen auch die Sympathie für Dietmar Bartsch klar zu erkennen.
Ich bedanke mich ausdrücklich für die erkennbare Bereitschaft von Dietmar Bartsch, sich in die Pflicht nehmen zu lassen und sich den Delegierten oder bei einem Mitgliederentscheid zur Wahl zu stellen. An dieser Haltung von mir hat sich nichts geändert. Gleichwohl ist es höchste Zeit, mit ihm für einen Aufbruch und einen Neustart der gesamten LINKEN zu sorgen. Deshalb fordere ich ihn weder zum Verzicht auf noch rücke ich von ihm ab.
Es bleibt immer noch mein dringender Wunsch, dass Oskar Lafontaine und Gregor Gysi die Spitzenkandidaturen zur Bundestagswahl übernehmen sollten.“