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4. April 201212:35

Die langen Schatten der Bluttat am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt

Kaum ein Ereignis in den letzten Jahren hat Thüringen so erschüttert wie die Bluttat am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Vor zehn Jahren – am 26. April – hatte ein 19-jähriger in einem schrecklichen Massaker sechzehn Menschen und dann sich selbst erschossen. „Noch heute gehört unser Mitgefühl allen Angehörigen der Opfer, ihren Familien und Freunden“, sagt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Die entsetzliche Bluttat habe deutlich gemacht, dass es in vielen Bereichen ein „Weiterso“ nicht geben dürfe. Bis heute werden Konsequenzen für die Schulpolitik, die Medienpolitik und Änderungen waffen- und sicherheitsrechtlicher Bestimmungen diskutiert.

Die geplante Einführung eines zentralen Waffenregisters, eine Forderung, die durch DIE LINKE seit vielen Jahren erhoben wird, ist leider immer noch nicht umgesetzt. „Nur allein die bundesweite elektronische Registrierung legaler Waffen in einer Datenbank stellt den privaten Besitz schussfähiger Waffen keinesfalls in Frage. Aber es würde den Polizisten bei Einsätzen bessere Sicherheit geben. Doch es ist notwendig, auch darüber zu reden, ob der ausschließlich private Erwerb und Besitz von Waffen, die nicht der Ausübung der Jagd und der anerkannten olympischen Schießsportdisziplinen dienen, überhaupt zulässig sein müssen. Ebenso ist über Regelungen zu diskutieren, mit denen Waffen durch Erbschaft nicht mehr nahezu ungehindert weitergegeben werden können.“ MEHR