Weichenstellung nach Fukushima: Nicht nur reden - handeln!
Anlässlich des Jahrestages des verheerenden Atomunglücks von Fukushima ruft Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, zur Beteiligung an Kundgebungen auf. Landtagsabgeordnete der LINKEN werden am 10. März eine Mahnwache in Suhl (10 Uhr/Dianabrunnen) und am 11. März in Erfurt (15 Uhr/Anger) unterstützen. "Der Super-Gau in Fukushima und der in Tschernobyl haben unwiderlegbar gezeigt, dass Atomenergie mit unberechenbaren Risiken behaftet ist. Trotz der vielfach versprochenen Energiewende stehen Entscheidungen von Bundes- und Landesebene diesem Ziel im Weg. Das nenne ich instinkt- und verantwortungslose Politik."
Ramelow erinnert unter anderem an den Kahlschlag bei der Solar-Förderung. "Damit leistet man dem Ausbau der Solarenergie einen Bärendienst. Als "geradezu paradox vor dem Hintergrund der Katastrophe in Fukushima" bezeichnet Ramelow das momentan offenkundig diskutierte Vorhaben der Bundesregierung, den Bau eines Atomkraftwerks in Brasilien mit Milliardenbeträgen zu fördern. Damit ginge mit deutscher Unterstützung ein gefährliches und veraltetes Atomkraftwerk an einem völlig ungeeigneten Standort ans Netz. Zudem werde die Bundesregierung möglicherweise auch weitere Atomenergieprojekte, wie den AKW-Neubau in Hainan in China, unterstützen. Weitere Bürgschaftsanfragen für AKW-Bauten in Großbritannien, Indien und Finnland lägen bereits vor, wie vor allem auch Greenpeace kritisiere. MEHR

