Katerstimmung bei CDU-Strategen nach gescheiterter MDR-Intendantenwahl

"Bernd das Brot“ ist die unangefochtene Identifikationsfigur des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals von ARD und ZDF, federführend produziert vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Erfurt. Doch das ohnehin meist deprimiert-griesgrämige Kastenweißbrot dürfte momentan noch weit weniger zu lachen haben: die Intendantenwahl des MDR ist gescheitert, wegen anmaßender politischer Einflussnahme von Seiten der CDU-geführten sächsischen Staatskanzlei. Bernds Lieblingsspruch „Mist!“ dürfte die dortige Katerstimmung nur unzureichend beschreiben. Die Verfechter der Staatsferne im MDR-Rundfunkrat haben einen klaren Sieg über die Verfechter eines CDU-dominierten „Schwarzfunk“-Kurses errungen.
Umwälzung des Mediensystems
Im aktuellen Interview – diesmal mit dem Themenschwerpunkt Medien – analysiert Bodo Ramelow, Vorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag, zunächst die gescheiterte Wahl eines Intendanten des MDR. Er beschreibt dann, warum die digitale Welt immer noch eine Herausforderung für die Linkspartei darstellt, und widmet sich abschließend dem Suchtpotential des Internet.
