Erinnerung an den 26.4.1986: Atomkatastrophe von Tschernobyl

Vor 25 Jahren, am 26. April 1986, kam es im sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl durch die Explosion eins Reaktors zu einer nuklearen Katastrophe. In der Folge mussten mehrere hunderttausend Menschen aus der Umgebung evakuiert und umgesiedelt werden.
Die im damaligen Bezirk Erfurt erscheinende SED-Tageszeitung „Das Volk“ veröffentlichte erst drei Tage später – so wie die anderen Zeitungen in der DDR auch – einen dürren Bericht, der auf einer Meldung der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS beruhte. In nur elf Zeilen wurde lediglich mitgeteilt, dass es in Tschernobyl eine „Havarie“ gegeben habe, bei der ein Reaktor beschädigt worden sei, vor Ort habe man „Maßnahmen“ zur Beseitigung der Folgen ergriffen, eine Kommission sei eingesetzt.
Die Linksfraktion im Thüringer Landtag will am 26.4.2011 mit einer öffentlichen Veranstaltung an die Katastrophe erinnern – und an die vielen Opfer, die sie gefordert hat. Dazu wird der Schriftsteller Landolf Scherzer aus seinem Buch „Letzte Helden - Eine Reportage über Tschernobyl“ lesen, im Anschluss diskutiert eine Expertenrunde über die Zukunft der Energielandschaft.
