Von der Welt nach Thüringen

DIE LINKE Thüringen feiert den 100. Geburtstag des Internationalen Frauentages mit einem dreifachen Event: Ausstellung, Veranstaltung und Verleihung des ersten Thüringer Frauenpreises. Auf den Fluren der Landtagsfraktion ist eine Ausstellung von Ellen Diederich zu sehen, die seit 50 Jahren in der Frauen- und Friedensbewegung aktiv ist. Sie wird ihre Reise durch die Welt ebenso in ihren Bildern dokumentieren wie in ihrem Vortrag im Haus Dacheröden.
Von einer Reise nach Washington, wo Ellen Diederich gegen die atomare Aufrüstung Reagens kämpfte, führte sie ihr Weg über die Unterstützung des Komitees der Mütter der Verschwundenen, Oscar Romero, in El Salvador zu den Weltfrauenkonferenzen der UNO in Nairobi und Peking. Mit einem Friedensbus fuhr sie mit anderen Frauen ab 1987 insgesamt 250.000 km durch ganz Europa – durch Ost und West.
Gegen laufende Atomtests protestierte sie mehrfach in Nevada im US-amerikanischen Testgebiet und 1991 fuhr sie zu einer Frauenfriedenskonferenz nach Zagreb. In diesem weltweiten Engagement trat sie stets für Frauenrechte, Frieden und Abrüstung sowie eine gerechte Gesellschaftsordnung ein. Die Ausstellung wir um 13 Uhr auf dem Flur in der vierten Etage der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag eröffnet.
Im Haus Dacheröden geht es um 15 Uhr weiter mit der Eröffnung des Landesvorsitzenden, Knut Korschewsky und einem Grußwort von Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Auch hier werden Ellen Diederichs Kontakte zu weltweit aktiven Frauen, ihre Reisen und ihr Engagement Grundlage ihres Vortrages sein.
Unser Blick richtet sich aber nicht nur in die Welt, sondern auch konkret nach Thüringen. Um Frauen zu würdigen, die sich ebenfalls für andere Frauen sowie eine gerechtere Gesellschaft einsetzen, verleiht DIE LINKE in diesem Jahr zum ersten Mal den Thüringer Frauenpreis. Die Verleihung findet ab 17 Uhr ebenfalls im Haus Dacheröden statt. Auch hierzu können sich noch Besucherinnen und Besucher gesellen, denen es aus zeitlichen Gründen vorher nicht möglich war, an der Veranstaltung teilzunehmen.
